Luminosus: Unterschied zwischen den Versionen

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Luminosus
Magister und Oberkoch siebten Grades Luminosus war in seinen jungen Jahren eher ein unterdurchschnittlicher Student. Seine Leistungen waren sehr bescheiden, doch sein Forscherdrang ungeheuerlich. In seiner Zeit als Eleve entdeckte er in den Aufzeichnungen der Bibliothek einen Hinweis, dass der Genuss der getrockneten Haut der Unke Parima Eviregarta Halluzinationen hervorruft. Hier sei noch bemerkt, dass die Unke Parima Eviregarta, kurz Upe genannt, eher den spitzwarzigen Froschlurchen zugeordnet wird.
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Die Jagd auf die Upe verlief ohne Schwierigkeiten, doch diese stellten sich schnell ein, als es ans Häuten derselben ging. Völlig entkräftet gab Luminosus nach einigen Stunden zähen Ringens auf und verwahrte die aus dem Leben geschiedene Upe unter seinem Bett, um sie dort zu vergessen. Doch eines Nachts forderte die Natur ihren Tribut und Luminosus tastete schlaftrunken nach dem Nachttopf. Versehentlich griff er nach der toten Upe, die sich im schemenhaften Licht wieder in Erinnerung brachte. Die Entsorgung des vertrockneten Kadavers verschob er auf den nächsten Tag. Seine Überraschung war groß, als er entdeckte, dass sich die nun ledrige Haut in feinen Streifen von der toten Upe mühelos abstreifen ließ. Mit spitzen Fingern zupfte er alle Haut ab, die der Upe einst als Schutz gegen die Außenwelt diente.
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Die Haut so zu essen erschien ihm banal, ja geradezu barbarisch. Sie musste in eine Mahlzeit integriert werden, am besten in einen vegetarischen Eintopf. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, war dies das einzige Gericht, das Luminosus kochen konnte.
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Das Ergebnis war großartig, der sonst einfach nur sättigende Eintopf enthielt alle Geschmacksvariationen, die der Eleve bis dahin kannte. Der Geist wurde frei, der Körper schwebte über dem Boden - nichts war mehr unmöglich! Kurzum: eine kulinarische Offenbarung.
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Diese Entdeckung war der Beginn einer bespielhaften Laufbahn. Luminosus jagte Upen, kochte Eintöpfe und verköstigte damit Professoren ebenso wie Kommilitonen. Selbstverständlich auch Frauen, die nach seinem Geschmack waren.
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Sein Studium schloss er mit Auszeichnung ab, seine Magisterarbeit mit dem Titel „Das Wechselspiel zwischen krautigem Wurzelgemüse und amphibischen Nagetieren im Einklang mit der Natur des Parimawaldes“ wird heute noch von der Fachwelt gelobt, interpretiert und diskutiert.
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Der Upeneintopf wird dieser Tage unter der strengster Verschwiegenheit und nach dem korrekten Prozedere von Magister und Oberkoch siebten Grades Luminosus gekocht.
 
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Aktuelle Version vom 5. Februar 2026, 13:50 Uhr

Luminosus Magister und Oberkoch siebten Grades Luminosus war in seinen jungen Jahren eher ein unterdurchschnittlicher Student. Seine Leistungen waren sehr bescheiden, doch sein Forscherdrang ungeheuerlich. In seiner Zeit als Eleve entdeckte er in den Aufzeichnungen der Bibliothek einen Hinweis, dass der Genuss der getrockneten Haut der Unke Parima Eviregarta Halluzinationen hervorruft. Hier sei noch bemerkt, dass die Unke Parima Eviregarta, kurz Upe genannt, eher den spitzwarzigen Froschlurchen zugeordnet wird.

Die Jagd auf die Upe verlief ohne Schwierigkeiten, doch diese stellten sich schnell ein, als es ans Häuten derselben ging. Völlig entkräftet gab Luminosus nach einigen Stunden zähen Ringens auf und verwahrte die aus dem Leben geschiedene Upe unter seinem Bett, um sie dort zu vergessen. Doch eines Nachts forderte die Natur ihren Tribut und Luminosus tastete schlaftrunken nach dem Nachttopf. Versehentlich griff er nach der toten Upe, die sich im schemenhaften Licht wieder in Erinnerung brachte. Die Entsorgung des vertrockneten Kadavers verschob er auf den nächsten Tag. Seine Überraschung war groß, als er entdeckte, dass sich die nun ledrige Haut in feinen Streifen von der toten Upe mühelos abstreifen ließ. Mit spitzen Fingern zupfte er alle Haut ab, die der Upe einst als Schutz gegen die Außenwelt diente.

Die Haut so zu essen erschien ihm banal, ja geradezu barbarisch. Sie musste in eine Mahlzeit integriert werden, am besten in einen vegetarischen Eintopf. Um der Wahrheit die Ehre zu geben, war dies das einzige Gericht, das Luminosus kochen konnte.

Das Ergebnis war großartig, der sonst einfach nur sättigende Eintopf enthielt alle Geschmacksvariationen, die der Eleve bis dahin kannte. Der Geist wurde frei, der Körper schwebte über dem Boden - nichts war mehr unmöglich! Kurzum: eine kulinarische Offenbarung.

Diese Entdeckung war der Beginn einer bespielhaften Laufbahn. Luminosus jagte Upen, kochte Eintöpfe und verköstigte damit Professoren ebenso wie Kommilitonen. Selbstverständlich auch Frauen, die nach seinem Geschmack waren.

Sein Studium schloss er mit Auszeichnung ab, seine Magisterarbeit mit dem Titel „Das Wechselspiel zwischen krautigem Wurzelgemüse und amphibischen Nagetieren im Einklang mit der Natur des Parimawaldes“ wird heute noch von der Fachwelt gelobt, interpretiert und diskutiert.

Der Upeneintopf wird dieser Tage unter der strengster Verschwiegenheit und nach dem korrekten Prozedere von Magister und Oberkoch siebten Grades Luminosus gekocht.


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