(Ohne Titel) Regentropfen glänzen im dunstverhangenen Wald,: Unterschied zwischen den Versionen

Aus HeliWiki
Zur Navigation springenZur Suche springen
(Die Seite wurde neu angelegt: „(Ohne Titel) Regentropfen glänzen im dunstverhangenen Wald, wuchernd eingewachsen grau zieht sich hin der Weg. Vogel singt im Abendlicht, langsam wird es kalt. In ein Bett aus hellem Gras müde ich mich leg. Schwarze klare Nacht bringt bittren Frost und Sterne. Morgennebel hüllen weiß die Sonnenscheibe, kraftlos blaß blinkt sie mich an aus großer Ferne. Der Winter kommt näher, wo ich dann nur bleibe? Ach, die Kälte kriecht durch alle meine Kleid…“)
 
Keine Bearbeitungszusammenfassung
 
Zeile 1: Zeile 1:
(Ohne Titel)
(Ohne Titel)


Regentropfen glänzen im dunstverhangenen Wald,
Regentropfen glänzen im dunstverhangenen Wald,<br>
wuchernd eingewachsen grau zieht sich hin der Weg.
wuchernd eingewachsen grau zieht sich hin der Weg.<br>
Vogel singt im Abendlicht, langsam wird es kalt.
Vogel singt im Abendlicht, langsam wird es kalt.<br>
In ein Bett aus hellem Gras müde ich mich leg.
In ein Bett aus hellem Gras müde ich mich leg.<br>


Schwarze klare Nacht bringt bittren Frost und Sterne.
Schwarze klare Nacht bringt bittren Frost und Sterne.<br>
Morgennebel hüllen weiß die Sonnenscheibe,
Morgennebel hüllen weiß die Sonnenscheibe,<br>
kraftlos blaß blinkt sie mich an aus großer Ferne.
kraftlos blaß blinkt sie mich an aus großer Ferne.<br>
Der Winter kommt näher, wo ich dann nur bleibe?
Der Winter kommt näher, wo ich dann nur bleibe?<br>


Ach, die Kälte kriecht durch alle meine Kleider,
Ach, die Kälte kriecht durch alle meine Kleider,<br>
ob ich wohl bald ein Plätzchen für mich find?
ob ich wohl bald ein Plätzchen für mich find?<br>
Die Münzen sind auch etwas knapp geworden, leider.
Die Münzen sind auch etwas knapp geworden, leider.<br>
Das flammenfarbene Laub dreht raschelnd sich im Wind.
Das flammenfarbene Laub dreht raschelnd sich im Wind.<br>


Ein kleines Dorf, die Häuser ducken sich ins Tal.
Ein kleines Dorf, die Häuser ducken sich ins Tal.<br>
Hundebellen. Ein Türspalt nur hört meine Bitte,
Hundebellen. Ein Türspalt nur hört meine Bitte,<br>
Ein windgeschütztes Eck? Vielleicht ein warmes Mahl?
Ein windgeschütztes Eck? Vielleicht ein warmes Mahl?<br>
Mißtrauisch folgen Augen jedem meiner Schritte.
Mißtrauisch folgen Augen jedem meiner Schritte.<br>


Hinter verschlossenen Türen brennt hell warmes Licht.
Hinter verschlossenen Türen brennt hell warmes Licht.<br>
Es drängen sich die Bauern um den Feuerschein.
Es drängen sich die Bauern um den Feuerschein.<br>
Wie sehn ich mich nach einem freundlichen Gesicht,
Wie sehn ich mich nach einem freundlichen Gesicht,<br>
Wär es denn besser brav daheim zu sitzen? Nein!
Wär es denn besser brav daheim zu sitzen? Nein!<br>


Doch jeder Winter muß und wird ein Ende haben.
Doch jeder Winter muß und wird ein Ende haben.<br>
Den Preis der Freiheit, der mir heut so bitter scheint,
Den Preis der Freiheit, der mir heut so bitter scheint,<br>
kann ich mit leichtem Herz, mit einem Lachen zahlen,
kann ich mit leichtem Herz, mit einem Lachen zahlen,<br>
wenn draußen überall das neue Leben keimt.
wenn draußen überall das neue Leben keimt.<br>


Nun hält mich kein Versprechen, keiner Liebe Band.
Nun hält mich kein Versprechen, keiner Liebe Band.<br>
Was schert mich Euer Heim, was Euer Gut und Geld!
Was schert mich Euer Heim, was Euer Gut und Geld!<br>
Sonnendurchflutet grün erwartet mich das Land.
Sonnendurchflutet grün erwartet mich das Land.<br>
Und hinterm Horizont liegt groß und weit die Welt.
Und hinterm Horizont liegt groß und weit die Welt.<br>
<br>


(Jora Eisenstock?)
<br>
[[Kategorie:Lieder und Gedichte]]
[[Kategorie:Lieder und Gedichte]]

Aktuelle Version vom 9. August 2026, 18:08 Uhr

(Ohne Titel)

Regentropfen glänzen im dunstverhangenen Wald,
wuchernd eingewachsen grau zieht sich hin der Weg.
Vogel singt im Abendlicht, langsam wird es kalt.
In ein Bett aus hellem Gras müde ich mich leg.

Schwarze klare Nacht bringt bittren Frost und Sterne.
Morgennebel hüllen weiß die Sonnenscheibe,
kraftlos blaß blinkt sie mich an aus großer Ferne.
Der Winter kommt näher, wo ich dann nur bleibe?

Ach, die Kälte kriecht durch alle meine Kleider,
ob ich wohl bald ein Plätzchen für mich find?
Die Münzen sind auch etwas knapp geworden, leider.
Das flammenfarbene Laub dreht raschelnd sich im Wind.

Ein kleines Dorf, die Häuser ducken sich ins Tal.
Hundebellen. Ein Türspalt nur hört meine Bitte,
Ein windgeschütztes Eck? Vielleicht ein warmes Mahl?
Mißtrauisch folgen Augen jedem meiner Schritte.

Hinter verschlossenen Türen brennt hell warmes Licht.
Es drängen sich die Bauern um den Feuerschein.
Wie sehn ich mich nach einem freundlichen Gesicht,
Wär es denn besser brav daheim zu sitzen? Nein!

Doch jeder Winter muß und wird ein Ende haben.
Den Preis der Freiheit, der mir heut so bitter scheint,
kann ich mit leichtem Herz, mit einem Lachen zahlen,
wenn draußen überall das neue Leben keimt.

Nun hält mich kein Versprechen, keiner Liebe Band.
Was schert mich Euer Heim, was Euer Gut und Geld!
Sonnendurchflutet grün erwartet mich das Land.
Und hinterm Horizont liegt groß und weit die Welt.

(Jora Eisenstock?)