Wirtshaus zum Stiefelchen

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Wirtshaus zum Stiefelchen

Das Wirtshaus zum Stiefelchen liegt in der Nähe einer Kaserne und weil es im waldreichen Tristenberg liegt, liegt es auch im Wald. Es ist eine gut geführte Schenke, die ehrliches Bier und deftige Mahlzeiten anzurichten weiß, aber auch für den armen ceridischen Pilger immer etwas übrig hat.


Wie komme ich hin?

Nordöstlich des Emeransees, doch ohne direkten Zugang dazu zu haben, liegt im Herzogtum Ostarien die Baronie Tristenberg. Vom Lodenburger Emeranseeufer folgt ihr dem Fluss, der nach Norden in den Wald führt. Neben dem Fluss führt ein Treidelweg bis in die Hauptstadt von Tristenberg, dem Ort Kalarn. Auf der letzten Anhöhe vor der Stadt folgt dem breiten Pfad nach Osten durch den Wald. Ihr fragt euch, wie ihr wissen könnt, ob es die letzte Anhöhe vor Kalarn ist, wo ihr doch die Berge und Täler vor lauter Bäumen nicht sehen könnt? Dann gebt einfach acht und folgt dem Schild: Wirtshaus zum Stiefelchen


Wer ist der Wirt?

Bertenbrecht Runkelbrauer ist der Wirt des Gasthauses, der lieber bei seinem Spitznamen „Stiefelchen“ gerufen werden möchte. Sein Vater war Soldat und sein Großvater ebenso. Er liebte es schon als Kind die viel zu großen Armeestiefel anzuziehen und stolzierte darin herum. So kam er schon früh zu diesem Namen, bei dem ihm bald alle riefen. Natürlich trat auch er den Tristenberger Plänkler ein. Im Ödlandkrieg schwer verwundet, versuchte er sich zwar erneut in die Schlacht zu werfen, musste aber feststellen, dass im Kampf gegen den Ödling wenig ausrichten konnte. Sein Fähnleinführer wusste, dass der alte Wirt Hilfe brauchte und empfahl im Bertenbrecht, der nach dem natürlichen Tod des Wirts das Gasthaus übernahm und sehr zur Freude der Soldaten der nahen Kaserne fortführte.


Wen trifft man hier?

Jeden Abend trifft man hier hauptsächlich die Soldaten der Kalarner Kaserne. Natürlich nur die, die keine Dienst haben. Oder junge Rekruten, die einen Krug Bier für die Wachhabenden holen, damit sie in der nächtlichen Kälte nicht frieren. Reisende und Pilger sind ab und an auch zu treffen, aber in Tristenberg selten unterwegs. Häufiger finden sich auch die Holzfäller aus den umliegenden Wäldern ein, die nach einem anstrengenden Tag bei Spiel, Bier und deftigem Essen, wieder zu Kräften kommen.


Was ist geboten?

Wenn Soldaten und Holzfäller aufeinandertreffen, dann bleibt es nicht aus, dass schnell ein Wort das andere ergibt. An guten Tagen entscheidet ein Armdrücken über den Sieg, an schlechten eine ordentliche Keilerei. Das Mobiliar ist inzwischen aus Tristenberger Eiche gefertigt und hält einiges aus. Also besser ausweichen oder ihr seht die Sterne.

Gern gesehen sind auch die Marketenderinnen, die mit ihrem gekonnten Lautenspiel, süßen Stimmen und sehnsuchtsvollen Liedern auch den härtesten Soldaten und den gröbsten Holzfällerklotz erweichen können.


Kritiken

„Vor drei Wochen, da haben die Holzfäller so gezecht, dass die sofort auf die Soldaten los sind. Das halbe Mobiliar lag in Stücken und die Soldaten trugen sich gegenseitig in die Kaserne. Am nächsten Tag kamen die Holzfäller und haben alles wieder repariert oder neu gemacht. Man sitzt dort jetzt besser als jemals zuvor.“


Stiefelchen: „Was zu essen?“

Gast: „Ja, mhh…“

Stiefelchen: „Was?“

Gast: „Wie meinen?“

Stiefelchen: „Die Bestellung! Aber zackig!“

Gast, mit ängstlicher Stimme: „Das Tagesgericht! Das Tagesgericht!“

Stiefelchen: „Na, geht doch.“

Gast, murmelnd zu sich selbst: „Rüpel.“


Stammgast: „Hörzu Fremder. Der Wirt war mal selbst Soldat. Das heißt, es ist nichts Persönliches, wenn Ihr hier im Kasernenhofton angesprochen werdet.“

Gast nickt.

Stammgast: „Und nennt ihn immer Stiefelchen, nie bei seinem richtigen Namen.“

Gast: „Wie lautet dieser.“

Stammgast, flüsternd: „Bertenbrecht“

„STIEFELCHEN!“, schallt es aus der Küche.


Alter Haudegen zu einem jungen Zimmermann: „Beim Armdrücken kann jeder mitmachen, aber gegen die Soldaten und erst recht die Holzfäller, hat man wenig Chancen. Allerdings kommt manchmal auch der Baron ins Wirtshaus. Er nennt das „Volksnähe“. Er gewinnt das Armdrücken manchmal, aber ob er wirklich so stark ist oder ein kluger Vertrauter vorher ein paar Münzen verteilt, wurde schon oft heiß diskutiert.“



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