Wer ihre Stimme hörte

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Wer ihre Stimme hörte
Autor Haggis MadUaine
Komponist Haggis MadUaine
Quelle
Jahr der ersten Veröffentlichung 54 n.A.III
räumliche Herkunft Luchnar


1
Im Walde lebt' eine Elfe,
ihre Haut so weiß wie der Schnee.
Ihr Haar war so hell wie die Sonne,
ihre Stimme so rein wie der See.
Sie sang das Lied des Trauers,
die Blumen verwelkten, ohweh.

Kehrreim:
Und wer ihre Stimme hörte,
der lachte und weinte dazu.
Ja wer ihre Stimme hörte,
der lachte und weinte dazu.

2
Ein Ritter auf hohem Rosse
hatte von ihrem Leiden gehört.
Er sehnte sich nach einem Weibe,
denn ein Sohn blieb ihm bisher verwehrt.
Doch als ihr Klagen er fühlte,
ist der Ritter rasch heimgekehrt.

3
Ein Räuber vernahm ihre Töne,
so rein wie edler Kristall.
ihn dürstete nach dieser Reinheit,
dem Glitzern im flüsternden Hall.
Doch als er sein Messer schon wetzte,
bracht' ihn eine Wurzel zu Fall.

4
Ein Jäger erhaschte ihr Antlitz.
Er war auf der Pirsch fern vom Schloss.
Ihr Lied brachte ihn aus der Fassung.
Er zückte den Bogen und schoss,
doch der Wind blies den Pfeil um die Ecke
und das Blut des Jägers floss.

5
Da kam ein junger Barde,
der hörte das Lied ihrer Leiden.
Er folgte dem Klang ihres Liedes
übers Feld und über die Weiden.
Seine Kehle stimmte mit ein
und so klagte das Lied der beiden.

Neuer Kehrreim:
Und wer ihre Stimmen hörte,
der lachte und weinte dazu.
Ja wer ihre Stimmen hörte,
der lachte und weinte dazu.

6
Und als er sie schließlich erreichte,
die wunderschöne Gestalt,
da hüpfte sein Herz vor Freude.
Auch sie erblickte ihn bald,
als ein Liebeslied erklang
und im Leben erblühte der Wald.