:Ausgabe 30/ Betiser Tribüne: Unterschied zwischen den Versionen

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*neuer Stadtrat||
 
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*Urlaub auf dem Herzog-Uriel II.-Atoll
 
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Version vom 5. Februar 2008, 21:37 Uhr

Bericht von den Betiser Markttagen

Es war kurz vor der Wahl zum Stadtrat als ich spät am Abend in Betis eintraf. In der Stadt herrschte eine unbeschreibliche Aufregung. Die Nerven der Würdenträger waren durch eine in der Luft liegende, fast spürbare Spannung bis aufs Äußerste strapaziert. Voller Angst und Konzentration harrte man der Dinge, die da kommen sollten. Alteingesessene Mitglieder des Stadrates bangten um ihr Amt und klammerten sich wie der Ertrinkende an den Strohhalm, an die letzte Hoffnung einer Wiederwahl, da andere Familien auf dem politischen Parkett von Betis immer mehr an Einfluß gewannen.

Völlig unberührt von diesem Trubel zeigte sich die breite Masse des Volkes. Ein weitaus wichtigeres Gesprächsthema wie die sowieso nicht beeinflußbare Stadtratswahl war die bevorstehende Aufführung im Betiser Theater. Der berühmte und überaus beliebte Hauptdarsteller Pavo Rothner sollte dort in seiner Glanzrolle als Mahmud auftreten. Zu allem Unglück war dieser kurz vor der Aufführung auf mysteriöse Weise verschwunden und trotz größter Bemühungen nicht wieder auffindbar. Hatte etwa der Daimon Pavo Rothner geholt???

Vor Einbruch völliger Dunkelheit gelang es mir, bei einer mir bekannten Familie, den Corveses, Unterschlupf zu finden. Was haben sich Niccolo und Mama Corvese gefreut, mich wiederzusehen... und erst die zwei Dukaten die ich ihnen noch schuldete... ebenso der in ganz Heligonia bekannte Betiser Modeschöpfer Georg am Armi, der gerade dort im Hause verweilte. Er wedelte zum Gruße affektiert mit seinem bestickten Tüchlein; mit einer gewagten Kollektion in den diesjährigen Modefarben mint und grün angetan.

Auf alle Fälle herrschte große Aufregung, da auf bestialische Weise hingemetzelte, vormals recht einflußreiche Städter mit einer abgeknickten Rose in der Hand aufgefunden wurden. Eine der Leichen hatte sogar einen total geschwärzten Hals und einen Drudenfuß auf der Brust aufgemalt... ekelhaft!!! Eine andere fand man an einem Baume hängend ebenfalls mit einer abgeknickten Rose in der Hand und einem Schild um den Hals "Ich war ein Feind der OFH!". Es wurde gemutmaßt, daß dies mit der bevorstehenden Stadtratswahl zu tun hätte. Aber irgendwas hatte das doch mit dem Daimon zu tun... Da bin ich ganz sicher! Nur habe ich das nicht weiter verfolgt, da ich von Natur aus an meinem Leben zu sehr hänge... Dies rief auch einen Inquisitoren mitsamt Anhang auf den Plan, der sich natürlich dieser Sache als Koryphäe höchstselbst annahm.

Tatsächlich wurde eine Organisation aufgedeckt, die durch Bestechung und andere kriminelle Machenschaften den Ausgang der Wahl beeinflussen wollte. Kurzerhand wurde diese zerschlagen und die Mitglieder festgesetzt! Sogar die Stadtwache war an den dunklen Machenschaften beteiligt. Nach einigen handfesten Argumenten gestanden diese sogar, Pavo Rothner entführt zu haben, damit er keinen politischen Einfluß mehr ausüben könne, da er ja mit allen wichtigen Familien in Betis bekannt ist. Pavo Rothner wurde endlich befreit und hatte so die Gelegenheit, vor Baron Beorric von Welzen, der spät am Abend noch eingetroffen war, seine Dicht- und Sangeskunst vorzuführen.

Ach ja, ein Utzgan-Turnier hat auch stattgefunden. Dabei wurde natürlich wieder das Sportgerät vernichtet... vielleicht sollte man doch die Angaheymer Variante der Utzganscheibe aus Stahl anstatt eines alten Fußmantels bevorzugen... Obwohl damit nachgewiesenermaßen der Sockenverbrauch in Heligonia angekurbelt wird.

Die Wahl zum Stadtrat am nächsten Tag habe ich natürlich mit Spannung verfolgt. Dazu gäbe es zwar viel zu berichten, das überlasse ich aber lieber anderen Leuten.

Tags darauf habe ich mich mit den besten Wünschen von den Corveses verabschiedet und Betis in Richtung Süden verlassen, um den Winter im sonnigen Darian zu verbringen.

Alfonce Pastorius Riedemester, Assistent am Lehrstuhl zur Erforschung Heligonischer Sitten und Gebräuche, Escandra


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Neuer Stadtrat gewählt

Am 26. Tag des 1. Xurl n.A.III 27 wurde in der freien Reichsstadt Betis der neue Große Rat gewählt. Die große Spannung der Bevölkerung auf das Ergebnis war in den Stunden und Tagen nach der Wahl überall zu spüren, und so verbreiteten sich die Resultate bei ihrer Veröffentlichung, drei Tage nach der Stimmabgabe, in Windeseile in der ganzen Stadt. So wird hier nun die Verteilung der 40 Sitze des Großen Rates anhand der den Familien zugedachten Stimmen bekannt gegeben:

die Familie Corvese 8 Sitze
die Familie Amer 6 Sitze
die Familie Mahonn 2 Sitze
die Familie Petterson 4 Sitze
die Familie Stäubesand 2 Sitze
die Familie Montbars 1 Sitz
die Familie Quintanilla 2 Sitze
die Familie Vermeer kein Sitz
die Familie Esteban 4 Sitze
die Familie Seferin 4 Sitze
die Familie Remberdt 1 Sitze
die Familie Raphlecia 3 Sitze
die Familie Fiedrischinger 1 Sitz
die Familie Pasdrigosa 2 Sitze

Die neu einberufene Versammlung wählte sodann am 3. Tag des 2. Xurl den Hohen Rat, welcher wie folgend besetzt sein wird:

  • Niccolo Corvese,
    für die Familie Corvese
    Doge von Betis
    Stadtratsvorsitzender der freien Reichsstadt Betis
    8 Stimmen aus dem Großen Rat
  • Viastan Amer,
    für die Familie Amer,
    stellvertretender Stadtratsvorsitzender
    6 Stimmen aus dem Großen Rat
  • Berthold Seferin,
    für die Familie Seferin
    5 Stimmen aus dem Großen Rat
  • Severa Esteban,
    für die Familie Esteban
    4 Stimmen aus dem Großen Rat
  • Konrath Petterson,
    für die Familie Petterson
    4 Stimmen aus dem Großen Rat
  • Vincent Corvese,
    für die Familie Corvese
    4 Stimmen aus dem Großen Rat
  • Sofia Raphlecia,
    für die Familie Raphlecia
    3 Stimmen aus dem Großen Rat
  • Thalesa Amer,
    für die Familie Amer
    3 Stimmen aus dem Großen Rat
  • Jolanda Mahonn,
    für die Familie Mahonn
    2 Stimmen aus dem Großen Rat
  • Beorric von Wulfenstein,
    Baron von Welzen
    Ehrenmitglied des Hohen Rates zu Betis

Da die Wahl des Hohen Rates durch den Großen Rat unter Ausschluß der Öffentlichkeit vollzogen wird, kann an dieser Stelle nicht über das genaue Zustandekommen des Ergebnisses berichtet werden.

Durch diese Wahl hat Betis nun mit Niccolo Corvese also ein neues Stadtoberhaupt, welcher fortan den Titel "Doge von Betis" tragen wird. Es gab aber noch mehr Strukturveränderungen. So konnte die Familie Vermeer, bisher noch vertreten im Hohen Rat, mangels Zustimmung aus der Bevölkerung keinen einzigen Sitz im Großen Rat erringen. Die Familien Stäubesand, Montbars und Quintanilla verloren ebenso ihren Sitz im Hohen Rat. Als neue Mitglieder des Hohen Rates sind die Familien Seferin und Raphlecia zu verzeichnen. Die im Großen Rat dominierenden Familien Corvese und Amer konnten beide ihre Sitzanzahl im Hohen Rat auf zwei vergrößern.

Der Handelsprophet

Tageskurse

Aurazith 1 heligonische Unze 1 Dukaten und 5 Kreuzer
Quecksilber 10 gr 7 Dukaten und 6 Kreuzer
Tabak 1 kg 4 Groschen und 8 Kreuzer
Kuh 77 Dukaten und 2 Groschen
Schaf (Hochland, spez. Luchnar) 8 Dukaten und 5 Groschen
Schaf (restl. Hochland) 7 Dukaten, 1 Groschen und 2 Kreuzer

Ganz besonders die Wertung des Schafpreises löste in Händlerkreisen Überraschung aus.

Der immer noch in sehr niedrigen Regionen stagnierende Preis der Hochlandschafe kommt wohl durch die ungelöste Hochlandkrise zustande. Die im Vergleich dazu extrem hohe Wertung der Hochlandschafe aus speziell luchnischer Herkunft wird auf den großen Erfolg der Hochland-Schafschau auf dem Betiser Viehmarkt zurückgeführt. Der Kauf eines Hauses in Betis durch Rechmond von Soilach erweckte wohl zudem das Vertrauen der Händler in die luchnische Wirtschaft, und die Hoffnung auf mehr Transparenz der Hochlandpolitik.

Die unverzichtbare Liste des guten Geschmacks

Was sich schickt Und was nicht
  • neuer Stadtrat ||

Vereidigung des neuen Stadtrates

Dicht gedrängt voller begeisterter Bürgerinnen und Bürger war am 24. Tag des 2. Xurl n. A.III 27 der zentrale Helosplatz in Betis. Hier wurde an dem herbstlichen Heliostag sowohl der neu gewählte Große als auch der Hohe Rat von seiner durchlauchtigsten Majestät Helos Aximistilius III vereidigt. An der Zeremonie beteiligt waren ebenso seine Durchlaucht Fürst Bartha von Thal und seine Hochwohlgeboren Baron Beorric von Wulfenstein. Als Gäste der Feier wurden neben seiner Hochwohlgeboren Baron Herian von Carajon unter Anderem auch Fridolin von Harkenberg, Amtsdirektor im auswärtigen Amt von Ostarien, stellvertretend für Regentin Walluma von Ostarien, und Wolfgrimm vom Nigramsfall, Admiralssekretär der herzöglich ostarischen Flotte, gesichtet. Die Einzugsparade der hohen Gäste und des neuen Stadtrats auf den Helosplatz war in ihrer Prächtigkeit kaum zu übertreffen. Artisten, Musikanten und Gaukler aus dem ganzen Königreich waren anwesend und entzückten die Feiernden mit ihrem Können. An diese Zeremonie angeknüpft war sodann auch die Vereidigung des neuen Dogen von Betis, Niccolo Corvese. Aus Respekt gegenüber der Religionsvielfalt sowohl der Betiser Bürger als auch des Betiser Rates wurde anschließend ein ogedisches und ein ceridisches Gebet gesprochen. Gerade in diesen Zeiten, in denen Ausschreitungen zwischen den Anhängern der beiden Religionen immer wieder geschehen, sei dies ein Zeichen der Versöhnung und der Hoffnung auf eine friedvolle Zukunft , so der neue Doge.

Bürgerin des Monats (1.Xurl n.A.III 27)

Im Monat des Wahlkampfes, der Stadtratswahl und der damit verbundenen Schwierigkeiten erhob die Jury die Betiser Stadtgardistin Mirella zur Bürgerin des Monats. Sie habe, ganz besonders bei den Tumulten als Reaktion auf die Entführung des Opernsängers Pavo Rothner, ihr Möglichstes getan, um die öffentliche Ordnung in der Stadt zu bewahren. Ihr pflichtvolles Verhalten hat ebenso dazu beigetragen, einen Fall der Korruption in den Reihen der Stadtgarde aufzudecken. Völlig überrascht war sie von ihrer Ernennung zur Bürgerin des Monats aber wohl nicht. So stand, dank ihrer Verdienste, schon am 23. Tag des 1. Xurl eine Beförderung an.

Stadtgeschehen

Schockiert waren die zahlreichen Verehrerinnen des Opernsängers und Frauenlieblings Pavo Rothner über die Nachricht seiner Entführung. Glücklicherweise konnte er jedoch schon nach kurzer Zeit wieder befreit werden.

Bestaunt wurde in den vergangenen Wochen die fertiggestellte Brazachfeste. Trotz des wohl unanfechtbaren Nutzens des Bauwerks wurde vor allem aus Künstlerkreisen Kritik laut. So urteilte Arl von Lagerfels: "Groß und häßlich."

Vermessungen des Fürsten-Kanals machten denselben am vergangenen Gwontag für kurze Zeit unbefahrbar, was zu erneuten Protesten der Lotsengilde führte. In den Kanälen der gesamten Stadt kam es zeitweilig zu Verzögerungen im Personenverkehr.

Eine Verstauchung zweier Finger veranlaßte das Wunderkind Bonifazio zwei bevorstehende Konzerte in Betis und in Escandra abzusagen. Grund der Verletzung ist unbekannt.