:Ausgabe 32/ Bazaar Darians

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"Geliebtes Volk!"

Er hatte sie liebgewonnen, die allmonatlichen Ansprachen an seine Bevölkerung. Graf Dedekien - mächtiger Herrscher über ein prächtiges Volk von Darianern - stand auch heute wieder zufrieden auf dem Mittagsbalkon seines Schlosses am Redonsplatz in Darbor, mit halbgeschlossenen Augen die nicht enden wollenden Beifallsbekundungen entgegennehmend. Selbst die begeisterten Betiser Bürger, dachte er im stillen, würden kaum zu einer so überschwenglichen Huldigung imstande sein...

Minuten später öffnete er die Augen und erhob die Arme, um so dem Applaus Einhalt zu gebieten und sein Wort an die Menge richten zu können:

Rede des Grafen Dedekien an sein Volk, gehalten auf dem Redonsplatz zu Darbor am 14. Tag des 1. Poëna des 27. Jahres der weisen Herrschaft Helos Aximistilius des III.

(Die Menge war außer sich)

"Ist es nicht das größte Glück, das einem Heligonier widerfahren kann, das in unseren Händen liegt: Das Glück, unter der Sonne Darians geboren zu sein? Kaum ein Schatten trübt unser Angesicht, und wir verbringen unsere Tage in Wohlstand und Prosperität!"

(Tosender Applaus)

"Doch Neid und Mißgunst sind es, die dieser Reichtum in den Augen der Anderen erregt! Der kluge Kaufmann hütet seinen Besitz, auf daß nicht die Katze des Nachbarn den getrockneten Fisch von der Stange stiehlt! So heißt es bei den Händlern. Geliebtes Volk, ich schaue auf Euch herab und ich sehe in die Augen ehrenwerter Geschäftsleute. Doch scheint es unter uns einige Fehlgeleitete zu geben, deren Freude es ist, sich an Besitz zu vergreifen, der ihnen verboten ist!"

(erstauntes Raunen in der Menge)

"Jedermann weiß, daß es mein Liebstes war, das Prächtigste, mein Augenstern. Viele Namen hatte sie, doch bekannt ist sie als Luneyka, die vom Mond behütete. Jemandem hat es gefallen, sie mir zu nehmen!"

(Empörte Zwischenrufe)

"Und eines, meine geliebten Untertanen, kann ich Euch auf die Hand versprechen: Ich werde nicht eher ruhen, bis mein Lieblingsburai wieder sicher und wohlbehalten in meinem Stall steht! Die Strafe für diese schändliche Tat wird so groß sein wie mein Zorn auf die Täter, mit meinem Grimm will ich sie strafen, auf daß sie erfahren, wer Herr ist in Darian!

Doch wenn sich unter Euch jemand befinden sollte, der dem Verbrechen tatenlos zugesehen hat oder gar daran beteiligt war, so will ich ihm dies eine sagen: Mitgefangen soll er sein, doch nicht mitgehangen, wenn er mir bei der Ergreifung der Schuldigen behilflich ist. Ich biete ihm Straffreiheit und ein treffliches Sümmchen zur Belohnung obendrein. Und ihr, geliebte Untertanen, wisset: Es soll auch Euer Schaden nicht sein, wenn Ihr mir in dieser traurigen Stunde Eure Treue beweist und mir bei der Ergreifung der unseligen Strauchdiebe zur Seite steht! Denjenigen, denen ich nach der Rückkehr des einzigartigen weißen Burais meinen Dank aussprechen kann, biete ich die Wahl zwischen einer Erholungsreise zu einer Urlaubsinsel in der Jolsee, einem von der jährlichen Gebühr befreiten Marktstand im Bazaar oder einem Platz an meiner Tafel bei dem alljährlichen exklusiven Festbankett zu meinem Geburtstag!"

Das Ende der Rede des Grafen konnte wegen der überschwenglichen Sympathiebekundungen seiner Untertanen leider nicht dokumentiert werden und wird für die Geschichtsschreiber somit für immer verloren bleiben. Der Rest jedoch wurde noch am selben Tag von den Verkündigungstürmen in der ganzen Grafschaft verbreitet.

Höret Höret!

Zum diesjährigen Tatzelfelser Methfest lädt herzlich Vogt Leonidas von Distelwiel alle Menschen von Nah und Fern auf Burg Rabenhag ein. Erscheinet zahlreich und erlebt Fest und Markt von höchster Güte. Wettkampf, Spiel rund um Honig und Meth, erwarten Euch. Labt Euch am Honigwein und laßt`s Euch wohl ergehen. Besonders willkommen sind Spielleut´, Gaukler und Possenreißer. Spielet auf zum Singen, Tanzen, Lachen, Lustigsein. Euch Marktleuten und Händlern aus aller Länder ist die Möglichkeit geboten, Eure Waren und Eure Kunst auf dem größten und buntesten Markt der Baronie Tatzelfels feilzubieten. Errichtet Eure Stände und verkauft reichlich.