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Aktuelle Version vom 28. März 2010, 16:47 Uhr

Der ogedische Totenkult

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"Alles Leben beginnt mit dem Tod."

Das ist eine alte ogedische Weisheit, die von den Geweihten der vier Götter verkündet wird. Sie nimmt den Menschen die Furcht vor dem Tod. Sie wissen, daß Poëna zwar ihre Leiber zurücknimmt, jedoch ihre Seelen unsterblich sind. Diese trägt Gwon, der Götterfalke, zu Helios an das Himmelszelt, wo sie als Sterne in der Nacht strahlen. Demnach ist der Tod eines Menschen die Geburt eines neuen Sterns. Der Körper geht wieder in den Kreislauf der Natur ein, wie das Laub im Xurl, das im Saarka zu fruchtbarer Erde zerfällt und im Poëna mit der Kraft und Wärme Helios neues Leben wachsen läßt. Dennoch nehmen die ogedischen Gläubigen Abschied von ihren Verstorbenen und betrauern sie, weil jeder Mensch nach seinem Tod einen leeren Platz im Leben seiner Angehörigen und Freunde zurückläßt. Die Heimstätte der Toten wird Poenas Garten genannt. Jede Ansiedlung besitzt einen solchen Totengarten, der immer außerhalb des Dorfes oder der Stadt liegt und gleichzeitig ein Schrein für alle vier Götter ist. Mittelpunkt des Götterschreins ist ein großer Steinquader mit den Zeichen der Götter, auf dem der Verstorbene nach uralten Riten aufgebahrt wird. Am Tage des Todes wird der Leib gewaschen, gesalbt und mit dem Totengewand bekleidet. Der Steinquader wird reichlich mit Blumen und Kräutern geschmückt, bevor der Körper des Toten darauf gelegt wird. Während Helios in der Abendstille am Rande der Erdenschale versinkt, bitten die Angehörigen den Gott um die Aufnahme der Seele. Bei Einbruch der Dunkelheit verlassen alle das Heiligtum, bis auf einen oder mehrere Ogeden-Geweihte, der Totenwache hält. Dies hat nicht nur den Grund, den Leib vor wilden Tieren zu schützen, sondern auch, falls die Seele des Verstorbenen nicht zu Helios aufgestiegen ist, dann wird Saarka diese für sich beanspruchen. Der Geweihte wird dann die Göttin um Gnade für die Seele bitten, denn nicht das Weiterleben in der Unterwelt ist es, was die Menschen fürchten, sondern daß auch Saarka nicht bereit ist, sich der Seele anzunehmen. Die Göttin ist nicht gewillt, boshafte, niederträchtige und götterlose Seelen in ihrer Unterwelt zu beheimaten und wirft solche ihrer Schlange Zyberus zum Fraß vor. Diese Vorstellung macht den Menschen Angst, und um ihre Seele vor einem so schrecklichen Schicksal zu bewahren, sind sie stets bemüht ein göttergefälliges Leben zu führen. Wenn dann der Morgen graut, finden sich die Anhörigen wieder am Schrein ein und begraben ihren Toten an einer festgelegten Stelle rund um das Heiligtum. Innerhalb des inneren Steinkreises, rund um den Steinquader, werden nur die Geweihten oder Hochgeweihten der vier Götter bestattet. Die anderen Toten werden außerhalb, an einer der neun vom Zentrum wegstrebenden Obelisken, bestattet. Der Name des Toten wird zum Angedenken in den Obelisk gemeißelt und auf seinem Grab werden Blumen gepflanzt. Meist werden die Pflanzungen am Anfang der Jahreszeit der Poëna erneuert und so entstehen üppig blühende Blumengärten, woher auch der Name "Poenas Garten" herführt.