Onkel Faisals Entzücken
Die üppigen, sehr süßen Häppchen sind die luxuriöse Variante des luchnischen Kurzbrots. Im Hochland wird das nahrhafte Gebäck geschätzt, da es lange haltbar ist und als hervorragender Reiseproviant gilt. So gelangte es wohl auch in den Süden Darians. Der Legende nach soll ein pfiffiger, luchnischer Händler die harten Kekse unter einige Münzen gemischt haben, damit sein Beutel größer aussah. So gelangten einige Kurzbrote in den Besitz eines Schankwirts, der wiederum einen Bäcker damit bezahlte. Dieser warf die Kurzbrote verärgert auf die Straße. Selbst die Hunde gingen an den geschmacklosen Keksen vorbei. Das Schicksal wollte es, dass Onkel Faisal in der Stadt war. Der sehr alte Mann wollte die Kekse nicht verkommen lassen und ersann sich eine List. Er nahm einige Datteln, schnitt sie ganz fein, vermengte diese mit Buraisahne und kochte dies zu einer dicken Masse. Mit einer ordentlichen Portion des süßen Dattelkaramells bestrich er die harten Kurzbrote. Doch Onkel Faisal war noch nicht zufrieden. Eine Schicht Kakaomasse sollte seine Kreation abrunden. Es ist Brauch in Darian, dass Kakaomasse einfach alles aufwertet, egal was sich darunter versteckt. Als dann Onkel Faisal das reichhaltige Gebäck probierte, geriet er in Verzückung. Er schob sich eines nach dem anderen in den Mund, kaute kaum und verschlang alles, bis er erschöpft einschlief.