Briefspiel/Das Eichenroder Schneegestampfe-Bericht

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7. und 8. des 1. Poena 35 n.A.III

Bei unserer Ankunft auf Burg Weissenfels am Abend des 7. Tag des 1. Poena (35 n.A.III) wurden wir vom Burgvogt Karl begrüßt. Scheinbar waren wir (wie die meisten Gäste) einen Tag zu spät angekommen, so dass die Spiele schon angefangen und wir das Utzgan-Spiel verpasst hatten. Von Seiten der Uni waren anwesend: Magister Keldrin, Inurinai, Wanda, Finn und Irian.

Während der ersten Stunde(n) fiel uns einiges auf: - Kleine Ameryll-Figuren (wie Schachfiguren) standen an verschiedenen Stellen herum (deren Zahl nahm im Laufe des Abends beträchlich ab). Wir schätzten ihre Zahl auf etwa 20. Später berichtete ein Kind, dass die Figuren nachts wachsen und "böse" werden. - Karl spielte (wettete) wohl mit seiner Schwester Katharina, die vor 3 Jahren vom Studium aus Escandra zurückgekehrt war, um Räume der Burg (und verlor dauernd, 80% der Burg gehörten schon Katharina). Auch sonst wettete er scheinbar sehr viel. - Bei den Spielen, um deren Ergebnisse gewettet wurde, war vermutlich (magischer) Betrug im Spiel (so wurde berichtet, dass die Utzgan-Socke sich von selbst in die falsche Richtung bewegte). - Theodora (die Frau, die in Vjoshaven nach Vahrim suchte) war vor etwa 2 Jahren hier angekommen und hatte wohl gute Kontakte zu Katharina. - Die Bewohner der Burg waren unzureichend gekleidet, unterernährt und deshalb zu großen Teilen krank (was wohl auch an den Verlusten des Karls lag). - Teile der Burg wurden durch Katharina "renoviert" und von "Statikern" untersucht, aus diesem Grund war den Ceriden auch der Zugang zur Kapelle untersagt. - Der Zugang zum Herrenhaus wurde den Gästen auch untersagt, lediglich wir waren wohl zufällig dort untergebracht. - Ein Mitglied von Karls Wache wurde beschuldigt, Dokumente von Katharina gestohlen zu haben, letzten Endes konnte ihm aber nur bewiesen werden, dass er in deren Räumen war, also kam er wieder frei. - eine größere ceridische Gesandtschadt (sehr gemischt) war anwesend, angeführt von einem (Ex-Inquisitor) Prior, der wohl ungeklärte, eigene Ziele verfolgte. - im Wald wurde eine Leiche mit dem Amandati-Zeichen (eine Art "J", kein Punkt, also nicht Jäger-Zeichen) auf der Stirn gefunden, allerdings war dieses eintätowiert (und damit wohl falsch). Außerdem verschwanden wohl im Laufe der letzten Monate (Jahre?) immer wieder Leute von der Burg. Die Leiche hatte wohl einen Zettel im Mund, der in Mechanicus-Zeichen das Wort "Weisheit" aufwies, dazu das ganze in Klarschrift. - Experimente brachten keine allgemeine Dämpfung (weder eine "Kuppel-"Dämpfung noch eine durchdringende Dämpfung) über der Burg zutage

Die Ereignisse begannen sich zu entfalten, als eine Gruppe unidentifizierter Personen aus dem Herrenhaus kam (wo sie wohl vor der Kapelle schon 3 Mitglieder der Ceriden getötet hatten), die Ceriden angriff und nach ihrem Tod zu Staub zerfielen. Wo die Personen herkamen blieb ungeklärt. Mindestens ein weiterer Angriff folgte später. Angeblich trugen die drei getöteten Ceriden das Amandati-Zeichen.

Am nächsten Tag stellten wir fest, dass die Figur, die wir gemäß dem Plan von Magister Keldrin an einem Bindfaden aus dem Fenster gehängt hatten, wohl des Nachts tatsächlich größer geworden war - der Bindfaden war gerissen. Die Figuren die entfernt worden waren, waren wohl alle zu Staub zerfallen, neue wurden an den entsprechenden Stellen gefunden. Die Kapelle wurde nach den Ereignissen der letzten Nacht wieder zugänglich gemacht. Die Ceriden schienen dort nach etwas zu suchen. Um die Burg herum wurden vier (schwarze) Steine gefunden, auf welchen Mechanicus-Zeichen zu finden waren (immer die gleichen): "Ein Glied der Kette, jenes flüchtige zu binden." Währenddessen gingen die Spiele weiter und einige der Gäste versuchten, für Karl zu gewinnen (und andere wohl auch, "für" Katharina zu verlieren).

Ein Verwundeter wurde gefunden, der ebenfalls das (künstliche) Amandati-Zeichen trug und wohl den inzwischen sog. Ameryll-Kriegern entkommen war (welche scheinbar durch die - oder nur bestimmte - Wände der Burg gehen konnten). Medizinische Untersuchungen des Verwundeten brachten außer dem (teilweise älteren) Verletzungen keine Besonderheiten ans Licht. Er berichtete aber, dass er gefangen gehalten worden war und ihm eine brünette Frau mit Hut Essen brachte, aber irgendwann vergaß, die Türe zu schließen, so dass er entkommen konnte. Gerüchte um einen Apparatus im Hinterzimmer der Wachstube (im Besitz von Katharina) kamen auf. In einigen Besprechungen fiel auch eine (über Vahrim) gutinformierte Fremde auf, welche sich geheimnisvoll gab und z.B. ihren Namen nicht nennen wollte und welche den gefundenen Zettel ("Weisheit") als ein Vahrim-Original identifizierte. Sie meinte auch, das Zeichen wäre ein "anderes Brandmal des Unsichtbaren" (Trugschluß?).

Im Laufe des Tages tauchte mindestens ein weiterer Zettel mit der Aufschrift (Mechanicus-Zeichen und normale Schrift) "Aufmerksamkeit" auf. Angeblich war jener Zettel bereits vor einem Jahr von einer hier wohnenden Frau - Ailin - an den Besitzer übergeben worden (mit den Worten, dass der Zettel wohl wichtig werden würde), allerdings wollte (konnte?) sich diese Ailin nicht daran erinnern. Bis Abend tauchten 5 insgesamt fünf dieser Zettel auf, alle wohl von Ailin verteilt: Weisheit, Aufmerksamkeit, Entbehrung, Variation, Überblick. Es wurde auch vermutet, dass Ailin wohl eine gespaltene Persönlichkeit (oder böse Zwillingsschwester) hatte, die für vieles hier mitverantwortlich war (was sich auch später bestätige: Ihr anderes ich war eine ziemlich bösartige Person namens Syele).

Da inzwischen klar geworden war, dass ein ganzer Teil der Burg unzugänglich war, begann man mit Vorbereitungen, um eine Wand einzureißen. Währenddessen verschwand der Prior spurlos und Katharina wurde von den Ameryll-Kriegern entführt (und Teile des Gefolges wohl getötet). Daraufhin erhielten wir Zugang zur Wachstube, wo einige (wohl eher unwichtige) Dokumente zu finden waren und im Hinterzimmer neben einem Apparatus auch drei Minitatur-Burgteile aus Ameryll (ein Turm, eine Mauer und ein Tor). Der Apparatus enthielt wohl einige Fallen und lag über einer Falltür. Ein anwesender Ausländer zerstörte ihn und die Falltür durch brutale Gewalt, scheinbar war der Apparatus primär als Falle angelegt worden, die von anderen zuvor schon ausgelöst worden war. In den unten zu findenden Räumen fand sich nichts, es ist allerdings möglich dass eines der Miniatur-Häuser, die etwas später auftauchten, zuerst hier war und von einem der ersten, die den Raum betraten, mitgenommen wurde. Unter anderem wurde eines von einem Kind gefunden (scheinbar lagen sie in manchen Räumen herum). Insgesamt tauchten 2 kleine Häuser, zusätzlich zu den 3 Burgteilen, auf.

Nach dem Abendessen trat beim Mauerdurchbruch eine weitere Mauer zutage und Ameryll-Krieger strömten durch das Loch, so dass von weiteren Versuchen abgesehen wurde. Ein Gast fand jedoch zufällig heraus, dass er mit dem Wort auf einem der Zettel "in" eines der Häuser reisen konnte, wenn er es aussprach und das Haus berührte (er nahm an, er wäre verkleinert worden, in Wahrheit stellten die Häuser wohl eher einen Schlüssel/Durchgang in die versteckten Teile der Burg dar).

In der Zwischenzeit begannen weitere Angriffe der Ameryll-Krieger, die immer heftiger wurden. Nach einigem Chaos wurden die Häuser gesammelt und die Expedition begann. Wir erreichten einen Raum voller Ameryll-Figuren, die zunächst nur herum standen, uns dann aber doch angriffen. Mit Mühe konnten wir uns (unzureichend von Kriegern begleitet) zurück ziehen, einer der Krieger wurde verletzt und konnte später nur tot geborgen werden. Immerhin gelang es einem Kobold, einen weiteren Minitatur-Ameryll-Turm aus dem Raum zu holen. Auch die etwas spätere Expedition in einen anderen Raum ("Weisheit") verlief unzufriedenstellend (und schmerzhaft).

Schließlich gelang es einer anderen Gruppe (und wieder dem Kobold) Dokumente aus dem Raum "Weisheit" zu holen, welche dann von den Ceriden erworben aber uns zum Kopieren und Übersetzen (da einige der Texte in Mechanicus-Zeichen geschrieben waren) überlassen wurden. Die Schriften bewiesen dann einige Dinge: Vahrim hatte hier gearbeitet und einen Teil der Burg versteckt, um seine Arbeit zu schützen. Er hatte hier eine Gehilfin, die ihm dabei zur Hand ging (was wohl Ailin/Syele war/ist). Er schrieb von einem "Feind", der hierher kommen könnte (wohl nicht das Unsichtbare, da er dieses in seinen anderen Texten immer als "Schuld" bezeichnete), woraufhin die Maschine abgestellt werden müsse. Hierfür lieferte er detaillierte Anweisungen (kurz gesagt mußte mit spezieller Kreide in jedem der Räume eine Glyphe in Form eines Wortes in Mechanicus-Zeichen angebracht werden). Dadurch würde dann auch die Verborgene Burg wieder zugänglich.

Nachdem wir diese Information hatten (und auch diese Kreide gefunden worden war, was uns ersparte, sie nach Vahrims Anweisungen herstellen zu müssen) brachen wir in großer Gruppe auf um die Glyphen anzubringen, was auch gelang, wodurch die Räume wieder auf normalen Wege zugänglich und auch der bislang verborgene Hauptraum offenbart wurde, in welchem Lyele und ihre andere Persönlichkeit ein Streitgespräch begann(en): Scheinbar war sie es gewesen, welche die Experimente wieder begonnen und dafür Leute entführen ließ. Sie hetzte einige der Ameryll-Krieger auf uns, die aber abgewehrt werden konnten Ailin/Syele wurde dabei gefangen genommen.

In diesem Raum befand sich auch der Apparatus, welcher das Elexier des Lebens herstellen konnte. Er wurde in Augenschein genommen, die Beschriftungen abgeschrieben und für die spätere Studien sichergestellt. Leider ist er wohl durch den durchgeführten Vorgang (der ja Vahrims Notfall-Plan war, um den Apparat nicht in die Hände des "Feindes" fallen zu lassen) seiner Funktion beraubt. Ob sie wieder hergestellt werden kann, müssen berufenere Magister klären, ich fürchte aber hier Vahrims Gründlichkeit.

Zu erwähnen ist noch, dass wir einen Brief von Syele fanden, in welchem sie Theodora einlud, an ihren Experimenten teil zu nehmen. Es erscheint also möglich, dass sie an einigen der späteren Morde beteiligt war, was aber bedeuten würde, dass ihr Verhalten am zweiten Abend (wo sie an den gefundenen Texten interessiert schien und insoweit hilfreich war, dass sie Vahrims Kreide identifizierte) reine Täuschung war. Möglicherweise hat sie der Brief nie (oder erst zu spät) erreicht. Trotzdem sollte in Bezug auf diese Person größte Vorsicht geboten sein.

Auch gefunden wurden einige Karten, eine Übersichtskarte von Heligonia, die scheinbar die Orte zeigte, an denen Vahrim wirkte, u.a. Burg Talwacht, Dukatien, Brazfurt, etc. Von jenen Orten gab es auch einige Detailkarten. Expeditionen zu den bislang unbekannten Orten könnten sich als sehr aufschlußreich erweisen und vermutlich wird auch Theodora sich zu einem dieser Orte aufmachen.

Bislang nicht geklärt ist, ob Karl aus mit magischen Mitteln dazu gebracht wurde, größere Summen und Teile der Burg zu verwetten oder ob seine Schwester nur wußte, wie man ihn richtig "anpacken" muß, damit er dies macht. Auch Gerüchte über Gedächtnislücken seinerseits waren im Umlauf. Natürlich stellt dies nur ein Detail dar.