Einhorn

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Der Sage nach sollen am Rande des Parimawaldes vor langer Zeit Einhörner gelebt haben. Alte Zeichnungen und Einhornmotive auf gewebten Teppichen belegen diese Vermutung. Es existiert auch eine Legende, die erklärt, warum schon lange keines mehr dieser stolzen Tiere gesehen wurde.

Die Holzfäller und Jäger gingen gerne in den frühen Morgenstunden in den Wald, um dort die schneeweißen Einhörner an den klaren Bächen zu beobachten, wie sie ihren Durst stillten und in den Lichtungen miteinander spielten. Die Menschen erfreuten sich an deren Anblick und wagten es nie die Einhörner zu stören. Doch eines Tages drang die Kunde von der Existenz der Einhörner bis nach Escandra vor, und einige Gelehrte beschlossen sie aufzuspüren. Es war das Horn, das jene Gelehrten begehrten und um jeden Preis haben wollten. Wußten sie doch von alten Aufzeichnungen, daß diesem enorme magische Kräfte zugeschrieben werden. Nur ein wenig Pulver des Hornes kann jedes Gift neutralisieren, und dies ist nur die geringste Eigenschaft, die es besitzen soll. So brachen drei Gelehrte nach Celvar auf und ließen sich von den Einheimischen eine Lichtung zeigen, an der sich die Einhörner aufzuhalten pflegten. Als sie der wunderbaren Tiere ansichtig wurden, fackelte in den Augen der Gelehrten die nackte Gier. Nur eines dieser Hörner würde sie reicher und mächtiger als Fürsten machen, und so zögerten sie nicht lange, ihren Jägern den Schießbefehl zu erteilen. Es folgte ein wirres Durcheinander und fast allen Einhörnern gelang die Flucht. Bis auf eines, das den Tod fand. Eilig wurde ihm das Horn entfernt und der Kadaver im Wald verscharrt. Als die Einwohner Celvars von dem Tod des Einhorns erfuhren, waren sie zornig und traurig. Sie erzählten, daß seit jenem Tage auch kein Einhorn mehr gesehen wurde. Doch selbst wenn sie heute noch die wunderschönen Tiere beobachten können, dann würden sie es sicherlich keinem mehr erzählen.