Erzmark
Erzmark | |
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Hauptstadt | Ankur |
Herrscher | Erzvogtin Walluma zu Ankur |
Fläche | Meilen2 |
Einwohner | |
Lehen |
Die Erzvogtei mit dem Namen Erzmark wird im Gegensatz zu den anderen Baronien des Herzogtums zentralistisch regiert. So ist das Land nicht in Provinzen gegliedert, welche von Freiherren regiert werden. Lediglich die heilige Ceridische Kirche besitzt einige Ländereien innerhalb der Erzmark. Die Stadt Ankur ist die Hauptstadt des Herzogtums Ostarien und wird auch die Blume am Brazach genannt. Die umliegenden Dörfer werden von Schultheißen verwaltet. Diese Schultheißen sind meist auch als ceridische Priester und Lehrer tätig und werden als Autorität von der ländlichen Bevölkerung anerkannt. Vom Glanz und vom Elend der großen Stadt Ankur ist auf dem Lande nichts zu bemerken. Das märkische Volk gilt eher als verschlossen und prüde. Dies erkennt man auch in der tristen, meist grauen oder schwarzen Kleidung. Die Weiber bevorzugen lange, weite und hochgeschlossene Kleider, sowie dick bestrumpfe Beine. Das Haupt ziert ein wollenes Tuch, auf das selbst im heißen Sommer nicht verzichtet wird. Nur unverheiratete Mädchen tragen kein Wolltuch, sondern flechten ihr Haar in zwei lange Zöpfe, die kunstvoll aufgesteckt werden. Nur an ceridischen Feiertagen schmücken sich die Weiber und Mädchen mit bunten Haarbändern, beziehungsweise durch ein farbenfrohes Wolltuch. Die Männer tragen lange, seitlich geschlitzte Gewänder, die bei der Feldarbeit hoch gebunden werden. Als Schutz gegen die Kälte werden dunkel gefärbte, schweinslederne Beinlinge darunter angezogen. Diese werden auch von den Frauen sehr geschätzt. An den Füßen werden von beiden Geschlechtern grobe Holzschuhe getragen. Unabdingbar für das Mannsvolk ist der typische märkische Filzhut. Nur während des Gottesdienstes, des Essens und beim Schlafen wird dieser abgenommen. Bei der ceridischen Zeremonie der Bestätigung erhält jeder junge Mann als Geschenk einen solchen Hut, der ihn durch sein Leben begleitet.
Landschaftsbild
Die Landschaft der Erzmark ist durch den Brazach geprägt. Die schweren, dunklen Ackerböden werden intensiv landwirtschaftlich genutzt. Die Dörfer entlang des Brazachs liegen häufig auf künstlich aufgeschütteten Hügeln, um die Bewohner, sowie deren Hab und Gut vor dem unberechenbarem Hochwasser während der Poëna-Monde zu schützen. Im westlichen Teil der Erzmark durchziehen zahlreiche Bewässerungskanäle das Land. Große zusammenhängende Wälder gibt es kaum noch. Dafür aber schöne Hecken aus Strauchgewächsen, die den Boden vor Erosion schützen und den Wind abhalten. Diese Hecken bieten auch zahlreich Früchte wie Schlehen, Hagebutten und Haselnüsse. Die fleißigen märkischen Weiber bereiten aus diesen Früchten leckere Spezereien wie Hagebuttenmarmelade, Schlehenwein und Haselnussgebäck. Auf den Weiden grasen fette Rinder und Milchkühe. Aus der Milch werden schmackhafte Käsesorten, wie Schichtkäse, Schmelzkäse, Frischkäse und Hartkäse bereitet. Beim ostarischen Volk ist der „märkische Stinker“ ein beliebter Brotbelag, Der herzhafte, aromatische Käse wird mit reichlich Zwiebeln genossen, die auch in jedem Garten angepflanzt werden. In den Xurl-Monden werden die Zwiebeln geerntet, zu Zöpfen geflochten und dann als Zierde in der Wohnstube aufgehängt. Durch die Viehzucht und die zu kleinen Wälder ist die Jagd unbedeutend geworden und wird nur noch von Adeligen und Reichen zur Kurzweil betrieben.