Helios-Geweihte

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In jeder größeren Ansiedlung ist ein Heliosgeweihter unabdingbar, denn zu dessen wichtigsten Aufgaben zählt die Überwachung der Rechtsprechung. Zeugen und Angeklagte werden von ihnen vereidigt und Gerichtsbeschlüsse sowie Protokolle geschrieben und beglaubigt. Bei unschlüssiger Beweislage sind sie in der Lage Helios um ein Götterurteil anzurufen. Auch notarielle Handlungen müssen von den Heliosgeweihten unterzeichnet werden. Zu den einfacheren Pflichten gehören das Verfassen von privaten Schriftstücken, Vorlesen und Schreibdienste im Allgemeinen. Nie wird die Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit eines Heliosgeweihten in Frage gestellt, denn er ist seinem Gott gegenüber der Wahrheit verpflichtet. Auch kann ein weltlicher Würdenträger (Adlige, Landverweser usw.) nicht gleichzeitig ein Helios-Geweihter sein.

Die Ausbildung zum Helios-Geweihten

Der Berufene sucht sich einen Heliosgeweihten, der ihn zur Ausbildung in sein Haus aufnimmt. Je nach Begabung und Vorbildung dauert seine Lehrzeit zwischen einem und drei Jahren an. Danach kann der Lehrling lesen, schreiben, rechnen und kennt den Inhalt der Halsgerichtsordnung und kann diese deuten und anwenden. Als Tochter bzw. Sohn des Helios erhält der neue Heliosgeweihte das heilige Helios-Amulett und begibt sich auf die Suche nach dem Ort, den Helios ihr bzw. ihm als Wirkungskreis vorgesehen hat. Bei weiser Amtsführung und heliosgefälligem Leben kann ein Heliosgeweihter zum Hochgeweihten berufen werden und erhält in feierlicher Zeremonie das Hochgeweihten-Amulett.

Äußere Erscheinung eines Helios-Geweihten

Als eine Frau oder ein Mann von großen Ansehen in der Öffentlichkeit wird auf eine schöne, möglichst weiße oder hellgelbe Robe wert gelegt, die das Zeichen von Helios trägt. Zur Grundausstattung gehören eine Anzahl von Schriftrollen, Schreibzeug und ein Exemplar der Halsgerichtsordnung. Außerdem tragen viele Helios-Geweihten ihren Geweihtenstab bei sich, einen langen braunen Stab, oft verziert, erkennbar als Helios-Geweihtenstab am weißen Edelstein, der am oberen Ende des Stabes eingelassen ist.