Poëna-Geweihte

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Zu den verbreitesten Geweihten der Götter gehören in Heligonia die der Poëna. Besonders bei der Landbevölkerung sind die Poëna-Geweihten ein fester Bestandteil des alltäglichen Lebens. Vielerlei Krankheiten können von den Geweihten erkannt und behandelt werden. Mit Hilfe von enormer Kunde der Heilkräuter und durch Gebete an die Göttin heilen sie Verletzte und Kranke. Todgeweihten spenden sie Trost, Linderung und bereiten sie in der Zwiesprache mit der Göttin auf den Tod vor. Verstümmelte oder stark gequetschte Glieder können die Poëna-Geweihten fachgerecht amputieren und versorgen. Nur in seltenen Fällen kann ein Wunder erwirkt werden, so daß das verlorene Gliedmaß wieder nachwächst. Ein wichtiger Bestandteil ihres Wirkens ist das Segnen der Feldfrüchte beim Ausbringen der Saat und das Segnen der Ernten. Menschen, die sich in Liebe zugetan sind und ihre Verbindung vor der Göttin segnen lassen wollen, bitten die Poëna-Geweihten um eine feierliche Zeremonie der Zusammengabe. Dabei sind drei Formen der Ehe möglich:

  • Die Bena-Ehe:

Die Partner leben nicht zusammen, sind sich jedoch in Liebe verbunden und teilen das Lager mit-einander.

  • Die Poëna-Ehe:

Sie ist die häufigste Eheform und dauert ein Jahr und einen Tag lang. Sie kann auf Wunsch beider Beteiligter immer wieder um den gleichen Zeitraum verlängert werden.

  • Die Lebensehe:

Diese Verbindung wird am seltensten gewählt und meist von Paaren, die schon mehrere Poëna-Ehen hintereinander geschlossen haben.

Frauen und Männer, die noch keine Nachkommen haben bitten um ihren Beistand in einem gemeinsamen Gebet an die Göttin. Schwangere Frauen lassen sich ihren Leib vom Poëna-Geweihten segnen. Einige der Geweihten widmen sich neben ihren pflanzenkundigen und heilkundigen Studien auch den musischen Künsten, um der Göttin zu gefallen.

Die Ausbildung zum Poëna-Geweihten

Die Ausbildung zur Poëna-Geweihten erfordert große Geduld, Ausdauer und Geschick. Während der mehrjährigen Lehrzeit werden genaueste Kenntnis aller Pflanzen, Unterscheidung von gewöhnlichen, giftigen und heilkräftigen Gewächsen, sowie deren Zubereitung und Wirkung gelehrt. Die physische Betreuung der Kranken und Hilfesuchenden ist dabei ebenso wichtig wie soziales Engagement.

Äußere Erscheinung der Poëna-Geweihten

Die Poëna-Geweihten tragen meist eine naturfarbene Robe. Selbst auf Reisen führen sie immer einen angemessenen Vorrat an Heilkräutern, Tränken und Salben mit sich. Ein Rezeptbuch zur Herstellung verschiedenster Heilmittel ist für einen Poëna-Geweihten unabdingbar. Gespräche mit anderen Vertretern der Göttin nützen sich zur Vervollständigung ihres Wissens und zum Austausch von Rezepten und Heilmethoden. Die Großzahl der Poëna-Geweihten tragen ihren Geweihtenstab bei sich, einen langen braunen Stab, oft verziert, erkennbar als Poëna-Geweihtenstab am grünen Edelstein, der am oberen Ende des Stabes eingelassen ist.