Provinz Etain

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Provinz Etain
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Lehenshaber Clan der McEicoyds und Clan der McAarons
Hauptstadt Keine

Die nördliche Provinz trägt den Namen Etain. Jenseits von Etain erstreckt sich das gewaltige Bergmassiv, das die natürliche Grenze zu Ostarien bildet. Im Westen von Etain liegt Rebenhain, im Osten Flaitney und im Süden grenzen die zwei anderen gaeltachter Provinzen Antrim und Dournack an.

Land

Auf den ersten Blick erscheint das Etainer Hochland als öde und brachliegend. Zum Teil mag dies auch stimmen, denn die hügeligen Lande zeigen sich karger und unfruchtbarer als der Rest Gaeltachts. Gerade noch sanft hügelig, hier und da bewaldet, ist das Land über und über mit Heidekraut bewachsen. In den wenigen lichten Wäldern wachsen Birken, Lärchen und Föhren. Dominant ist der Gebirgszug, der sich wie eine schützende Mauer entlang der nördlichen Etainer Grenze zieht. Die fahlgrauen Bergkuppen sind zwar nicht so hoch wie der Schlangenkamm, aber die meisten der Gipfel stehen jedoch frei und wirken dadurch noch mächtiger. Das Land steigt Richtung Gebirge an, nach Überschreiten des Bergkamms geht es steil bergab nach Ostarien. Die höchsten der vielen Gipfel tragen alte Namen, wie Ben Firuchel, Ben Baldock, Ben Pollheli und Ben Gawley, um nur einige zu nennen. In die Täler jenseits der ersten Pässe wagen sich meist nur noch die Kräutersammler hinein, um z.B. den Dreiblättrigen Fieberklee und den Blutweiderich zu sammeln. Am Rande der Gewässer gedeihen Schilfrohr, Binsen, Fettkraut und die Sonnentaublume. Wer sich ins innere Moor vorwagt kann auch Wollgras, den Stinkenden Nieswurz, Affodiel oder Schwertlilien finden. Als Weidetiere werden in Etain Schafe und Rinder gehalten. Das Gebiet zwischen den unzähligen Mooren spendet den Lebensraum für so manches Getier. Der Steinadler und der Habicht sind hier anzutreffen, Moorhühner, Birkhühner, Rohrdommel und kleinere Stelzvögel haben ihre Nester zwischen den Weihern errichtet. Im nassen Moor treffen wir auf Frösche, unzählige Insekten, vor allem Libellen, Kreuzottern und dem Schlammgetier. Kaninchen, Igel und Warzenschlänglein finden sich im unteren Heideland. In Etain herrscht eine raue und unbeständige Witterung. Die leicht gebückte Haltung der Bevölkerung ist ein Zeichen des ständigen und kräftigen Windes. Dies ist vielleicht auch der Grund, warum Etain das dünn besiedeltste gaeltachter Land ist, doch wahrscheinlich ist die Ursache im kargen Boden zu finden. Der Etainer Boden ist nicht geeignet um Getreide anzubauen. Und doch leben hier einige Menschen. Viele von ihnen verdienen sich ihren Lebensunterhalt mit dem Torfstechen und führen ein einfaches und bescheidenes, wenn nicht sogar ärmliches, Leben. Aber auch der Abbau von Blei und Edelsteinen zog so manche Familie in die raue Gebirgslandschaft. Um die Minen haben sich kleine Weiler und Gehöfte gebildet. Das typische Bergdorf besteht aus einer Handvoll niedriger Steinhäuser, diese sind oft mit Gras überwuchert.

Legenden über das Gebirge

Der Legende nach sind die Hügel, welche die Hochlandbaronien bilden, die Brüste Poenas, der Erdgöttin. Von je her fühlen sich die Einheimischen als Kinder Poenas.

Eine andere Sage erzählt von Utzgolf

Utzgolf hatte sich gerade einen sehr großen, wohlschmeckenden Fisch im Emeransee geangelt, als er einen leisen Hilferuf vernahm. Erstaunt schaute er sich um, doch konnte er niemanden entdecken, der seine Hilfe benötigte. Aber das leise Wispern um Hilfe hörte einfach nicht auf, so packte er sein Bündel und folgte dem Wispern und Rufen der Mädchenstimme. Sie führte ihn gen Süden, eine Steilwand hinauf. Der Weg stieg stetig an und schon von weitem hatte er das Gebirge des Hochlandes erblickt. Wie sollte er nur über die steilen Berge kommen? Immer höher kletterte er, bis ein großer Felsblock ihm den Weg versperrte. Und wieder hörte er ein Rufen und Wispern, das nur von einer holden Maid stammen konnte.

Da packte er den riesigen Felsen und schleuderte ihn hinfort. Endlich war der Weg frei, um die Holde zu befreien. Eiligen Schrittes gelang er so nach Gaeltacht und fand daraufhin auch bald ein wunderschönes Mädchen, die in einer Felsspalte feststeckte. Er befreite sie und zog mit ihr hinunter nach Gaeltacht, wo sie sehr glücklich wurden. Der Pass, der von Utzgolf geschaffen wurde, trägt den Namen Wisperpaß und führt zwischen den Bergen Ben Firuchel und Ben Pollheli hindurch. Manchmal kann man noch das Wispern des Mädchens hören, wenn man den Pass überquert.

Saarkamoore

In einem runden Talbecken liegen versteckt und sehr schwer zugänglich die Saarkamoore. Das sind viele kleine und große Moore, Tümpel und Weiher, die Namen wie der Loch Ceó (Nebelsee) oder Loch Geamhradh (Wintersee) tragen. Auf allen Seiten sind die Saarkamoore von leicht bemoosten Steinmassiven eingekeilt. In der Ufernähe gibt es viele bewaldete Inselchen, manche mit verdörrten Baumskeletten und Krüppelfichten. Von den Hängen fließt in Wasserfällen und Rinnsalen frisches Quellwasser und sammelt sich im Moor.

Der Name Loch Ceó (Nebelsee), das größte Gewässer in den Mooren, bezieht sich auf die dichten Morgennebel, die von den Gewässern aufsteigen. Unter Saarkas Nebel, der weit ins Gaeltachter Land hineinzieht, erscheint das weite Heideland düster und trostlos, doch gibt es auch in den Heliosmonden einige sonnige Tage, in denen das Moor als liebliche und verträumte Landschaft erscheint. Dann ist es mit purpurfarbenen Heidekraut überzogen und dazwischen leuchtet prächtiges Moos in allen Farben. Das Schilfgras am Rande der Tümpel wiegt sich dann leicht im Wind und ein erdiger, warmer und angenehmer Duft schwebt über Etain.

Das innere Moor hat bisher kaum jemand betreten (abgesehen von den Saarkani, die dort leben) und die dieses versuchten, sind meist nicht wiedergekommen. Wie schon angedeutet, sind die Saarkamoore die Heimstatt vieler Saarkani, die Moore werden als heilig angesehen, da sie die Göttin in ihrer Gesamtheit verkörpern. Die Saarkanis leben in einem unterirdischen Höhlensystem in den Berghängen, die die Mooren umgeben. Drohende Schatten eisige Winde, verwirrende Nebel, geheimer Tod und der silbernen Schein des Mondes lieben hier eng beieinander und sind in den Mooren verwurzelt.

Seltsame Wesen

Die Irrlichter

Wenn die Nebel über das Land ziehen, kann man in den Saarkamooren kleine, helle Lichter beobachten. Viele Wanderer wurden von diesen Lichtern, auf der Suche nach einer Herberge, ins gefährliche Moor gelockt. Selten ist es, dass einer den Bann des hellen Scheins durchbrechen kann und umkehrt, die meisten sind in den Nebeln verloren. Es ist niemanden bekannt, wer die Irrlichter schickt, denn zu groß ist die Angst der Menschen, von ihnen in die Dunkelheit gezogen zu werden. Doch wird vermutet, dass sie aus der Unterwelt stammen, um verirrte Seelen zurückzuholen. Aufgrund der großen Saarkaverehrung in den Mooren sind die Mauern zwischen der Unterwelt und dem Diesseits sehr dünn.