Utzgan

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Wenn die Heliosscheibe am Himmel schwebt... Utzgan, der pruzzische Sport

An dieser Stelle soll über eine der beliebtesten und ältesten Sportarten Heligonias berichtet werden. Jeder, der den Abend in einer fast beliebigen Taverne in den zivilisierten Teilen Heligonias verbringt, weiß natürlich, um was es sich dreht: Utzgan. Für den geneigten Leser soll an dieser Stelle noch einmal der Ursprung und die Regeln dieses Sportes zusammengefaßt werden.

Die Legende

Die Legende besagt, daß vor ewigen Zeiten, als die Welt noch grau war, und die Pruzzen die Erdenschale noch besiedelten, Utzgolf auf seinem siebenspännigen Streitwagen durch die Sphären reiste. Schnell war seine Fahrt und voller Kurven dazu. Wohl hatte er viel Met getrunken, doch wer nun glaubt, sein kunstvoller Kurs käme vom Alkohol, der irrt. Vielmehr zeigte er den Pruzzen, daß er selbst nach dem Genuß von Fässern voller Honiggebräu noch im Stande war, seinen Wagen voller Anmut zu lenken. Jedoch geschah im in seinem Eifer ein Missgeschick, denn während eines besonders gewagten Kreises, den er in den Himmel schrieb, stieß er mit seinem Kopf an die Heliosscheibe und löste sie aus ihrer Befestigung, so dass sie zur Erde hinabstürzte. Doch geistesgegenwärtig jagte Utzgolf der fallenden Scheibe hinterher und fing sie auf, bevor sie den Boden verbrennen konnte. Alsbald bemerkte er aber, dass die Scheibe heiß war und er nicht im Stande, sie zu halten, da sie ihm trotz seiner stählernen Handflächen das Fleisch ansengte. So warf er sie wieder hinauf, eilte ihr hinterher und fing sie erneut. Dieses Spiel wiederholte er, bis die Heliosscheibe schließlich wieder an ihrem Platz war. Man sagt, dass die Pruzzen aus diesem Schauspiel - denn wahrlich, ein solches war es, und kein schlechtes dazu - Utzgan machten, um dieser selbstverschuldeten Heldentat Utzgolfs zu gedenken. Ob diese Geschichte der Wahrheit entspricht, ist in den Nebeln der Zeit verlorengegangen, ebenso wie die dann nötige echte Erklärung.

Doch nun zum eigentlichen Spiel...

Das Spiel

Bei Utzgan wird kein Ball verwendet, wie dies bei manchen bäuerlichen Spielen der Fall ist, sondern eine Scheibe aus Leder oder Stoff, deren Ränder mit eingenähtem Sand beschwert ist. Diese Scheibe wird gemeinhin einfach als Utzganscheibe bezeichnet, manche verwenden in Erinnerung an die Entstehungslegende, aber auch den Ausdruck Heliosscheibe. Als alte darianische Ausnahmeregel wird bei Fehlen einer Scheibe oder wenn diese "abhanden" gekommen ist, eine gefüllte Socke verwendet.

Das Spielfeld

Das Spielfeld hat eine Größe von einem Acker, wie in den Originalregeln steht. Praktischerweise verwendet man aber meist ein Feld von etwa 40 auf 20 Schritt. Das Feld ist in vier gleich große Abschnitte gegliedert, die mit Linien markiert sind, die von der einen Seite zur anderen reichen. Die Linien werden Mauern, die Abschnitte Höfe genannt. Jeweils in der Mitte der Stirnseiten steht ein Tor, das aus zwei 1-2 Schritt hohen Stangen, den Pfeilern, gebildet wird. Eine weitere darianische Ausnahmeregel erlaubt beim Fehlen von Stangen das Einsetzen von Menschen als Pfeiler. Diese werden dann als Utz bezeichnet und dürfen natürlich keinesfalls ihren Standort während des Spiels wechseln.

Die Regeln

Die eigentlichen Regeln sind recht einfach: Gespielt wird mit zwei gleich großen Mannschaften, die meist aus jeweils sieben Feldspielern bestehen. Bei Bedarf kann aber auch eine andere Mannschaftsgröße vorkommen. Dabei geht es darum, in der Spielzeit von 20 Minuten, möglichst viele Tore zu erzielen, was vom Publikum oftmals mit dem Ausruf Utz belohnt wird. Ein solches Utz gilt als erreicht, wenn die Scheibe zwischen den beiden Pfeilern (bzw. Utzen) hindurch fliegt.

Beim Spielen der Scheibe gibt es nur zwei Regeln: die erste ist, daß sie nur mit einer Hand gehalten werden darf, und die zweite besagt, daß sie nicht über die Mauern getragen, sondern nur geworfen werden darf. Alles andere ist erlaubt, d.h. Entreißen der Scheibe mit zwei Händen, kicken der Scheibe und das Behindern der Spieler ist gestattet, jedoch mit Ausnahme von tätlichen Angriffen, wie Schlagen und Treten des Gegners.

Ein Richter achtet dabei stets darauf, daß nicht nur die Regeln eingehalten werden, sondern das Spiel auch gesittet und nicht zu gefährlich abläuft. Verläßt die Scheibe das Spielfeld, dann wird sie vom Richter wahllos wieder hinein befördert. Ein Regelbruch wird im allgemeinen mit dem Verlust der Scheibe bestraft, wobei an der Stelle des Verstoßes weiter gespielt wird. Treibt es ein Spieler gar zu bunt, so kann er ersatzlos des Spieles verwiesen werden, wobei die alleinige Entscheidungsgewalt beim Richter liegt.