Baronie Tolens

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Baronie Tolens
Tolenswappen.gif
Hauptstadt Waldroden
Herrscher Sihran von Tolens
Fläche 25.920 Meilen2
Einwohner 6.000
Lehen

Die Baronie Tolens liegt im Süden des Fürstentums Thal. Die Südgrenze der Baronie verläuft ausschließlich entlang der Grafschaft Darian. Ein kleiner Teil im Westen grenzt an die Grafschaft Sedomee. Östlich befindet sich die Baronie Anthan und nördlich die Baronie Welzen.

Wirtschaft

Der Reichtum der Baronie ist der Wald. Er bietet den Menschen eine Vielzahl an Nahrungsmitteln wie Wild, Pilze, Nüsse und Beeren. Aus den wilden Beeren wird köstliche Marmelade zubereitet, das bekannte Tolenser „Breschtlings-Gxälz“.

Überhaupt scheinen die Tolenser eine Vorliebe für Brotaufstriche zu haben, denn aus Haselnüssen und Honig wird eine cremige Masse gewonnen, die ebenfalls als Gaumenschmaus gilt. Da Wild in ausreichender Menge vorhanden ist, wird wenig Viehzucht betrieben und die gerodeten Flächen dienen dem Getreideanbau. Zwar ist die Großwildjagd dem Adel vorbehalten, doch die Niederwildjagd ist der Bevölkerung erlaubt. Weiterhin bietet die wasserreiche Gegend ein reichhaltiges Fischvorkommen.

Die wichtigste Handelsstraße führt von Waldroden zur Alten Waldfeste, wo sich der Grenzübergang und die Zollstation zur Grafschaft Darian befinden. Wie kleine hellgrüne Flecken im dichten Wald markieren die Äcker und Siedlungen den Verlauf der Straße. Diese Dörfer bestehen meist nur aus wenigen Häusern und bieten den Durchreisenden kaum mehr als eine Möglichkeit zum Rasten.

In der Alten Waldfeste aber herrscht das ganze Jahr über ein reges Treiben, denn Darian ist auf die Warenlieferungen, die hier die Grenze passieren dringend angewiesen. So ist sind auch die Zölle, die hier erhoben werden die wichtigste Einnahmequelle der Baronie Tolens. Da die vielen Dukaten immer eine große Anziehungskraft auf übles Diebesgesindel und verschlagene Schmuggler haben, hat Baron Sihran den größten Teil seiner Truppen hier zusammengezogen, um den Händlern ein sicheres Geleit zu gewährleisten.

Die Alte Waldfeste selbst ist ein uraltes hölzernes Wehrgehöft, das mit dicken Steinmauern und Gräben gesichert ist. Darin befindet sich auch ein Schrein des Gottes Helios, in dem die Ankommenden immer dankbar ein Opfer bringen, dass sie die Gefahren der Reise überstanden haben. Denn außer Räubern und Schmugglern haust in den Wäldern von Tolens der gefürchtete Riesen-Braunbär. Nur ein erfahrener Jäger ist in der Lage ihn zu stellen und zu erlegen. Die Jagd auf den Riesen-Braunbären ist trotz des großen Risikos eine lohnende Sache, denn sein Fleisch ist geräuchert als Bärenschinken eine teure Delikatesse, das Fell ist sehr kleidsam und warm und Krallen und Zähne sind eine begehrte Trophäe.

Nicht zu vergessen ist auch das berühmte „Grünwaldener Heilwasser“. Dieses Wasser ist Bestandteil von sehr wirksamen Heiltränken, die man vor allem in Aueneck bei guten Kräuterkundigen mit gutem Verhandlungsgeschick erwerben kann.

Heerwesen

In Tolens sorgen ungefähr 400 Mannen zur Aufrechterhaltung von Recht und Ordnung. Viele davon befinden sich auf berittenen Patroullien, um eine flächendeckende Präsenz zu garantieren. Außerdem sind viele Soldaten in diversen Kastellen an den Grenzen und den Haupthandelswegen stationiert, hauptsächlich nahe der Alten Waldfeste an der Grenze zu Darian.

Dazu kommen noch die Stadtgarden der größeren Städte wie beispielsweise Waldroden oder Felsenbrand.

Außerdem werden in den Saarka-Monden alle Männer im wehrfähigen Alter zu Wehrübungen in dem nächstgelegenen Kastell herangezogen.

Die Bevölkerung

Die Menschen in Tolens sind einfach und genügsam. Nur wenige üben einen anderen Beruf als den des Bauern, Jägers oder Handwerkers aus. In den Ansiedlungen werden vornehmlich die Berufe des Zimmermanns, Drechslers, Tischlers oder Holzschnitzers ausgeübt.

Seit Baronin Arlinde in Waldroden eine Schule eröffnet hat, die Kinder umsonst unterrichtet, unterbringt und verköstigt, neigen immer mehr Tolenser dazu ihre Sprößlinge während der Saarka in Waldroden unterrichten zu lassen.

Religion

Die Bewohner von Tolens sind ausschließlich Ogeden.

In jeder größeren Ansiedlung befinden sich Schreine der vier Gottheiten.

Im Jahre 26 n. A. III. wurde in der Nähe von Bärenlaichingen der Eingang zu einem alten und großen Heiligtum des Gottes Xurl gefunden. Die Stätte befindet sich an der Grenze zur Provinz Rothenberg. Die vielen Geweihten und Gelehrten, die bei den Ausgrabungsarbeiten vor Ort waren, meinen herausgefunden zu haben, dass es dieses Xurl-Heiligtum schon vor vielen hundert Jahren gegeben hat. Dies würde bedeuten, dass es präheliotisch wäre. Die Untersuchungen dauern immer noch an.

Brauchtum

Wie alle Thaler lassen auch die Tolenser keine Möglichkeit aus zu feiern. Zum Neujahrfest veranstaltet daher der Baron des traditionelle „Sau-Schach“. Zuerst kommen die Bauern und führen ihre stattlichsten Sauen vor. Die schönste, meist ist dies auch die schwerste, wird von einer Jury gekürt und der Besitzer erhält ein Preisgeld. Die Siegersau sperrt man dann in ein Gatter, das in 64 Felder eingeteilt ist. Nun werden die Wetten angenommen und auf ein Feld gesetzt. Gewinner ist derjenige, welcher auf das Feld gesetzt hat, auf dem die Sau zuerst ihre Notdurft verrichtet hat. Nicht selten kommt es vor, dass es mehrere Gewinner gibt und so wird das Tier noch vor Ort aufgeteilt.

Ein herausragendes Fest ist im letzten Tage des Xurl zu Ehren der Göttin Saarka. Festlich ausstaffiert treten die Schüler, Lehrer und Meister der Kampfschule zu Aueneck in einem Festzug den Weg von Aueneck nach Felsenbrand an, um dort die alljährlichen Festkämpfe zu bestreiten. Auf beiden Seiten des Weges säumen die Bürger von Grünwalden den Festzug und bejubeln die Teilnehmer und beschenken diese mit Essen und Trinken.

Zur Helios-Wende findet in der Provinz Grünwalden ein Geweihtentreffen statt. Von überall treten Geweihte der vier Götter den langen Weg an, um an einer alten Kultstätte in der Nähe des Bärenkopfes ein uraltes Ritual abzuhalten. Die Teilnahme ist nur den Geweihten vorbehalten.