Baronie Emarania

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Baronie Emarania
WappenEmarania.gif
Hauptstadt Wasserau
Herrscher Herzöglicher Vogt Anselm von Rabenstein
Fläche 5.054 Meilen2
Einwohner 7.500
Lehen

Emarania ist eine Baronie innerhalb des Herzogtums Ostarien.

Wappen

Auf der oberen Hälfte befindet sich eine silberne Harfeauf blauem Grund, die untere Hälfte zeigt die schwarze Schlange von Ostarien auf silbernem Grund.

Herrscherhaus

Derzeit wird die Baronie von Vogt Anselm von Rabenstein, einem engen Vertrauter der letzten Baronin, Angharad Elanor von Emarania, von der Hauptstadt Wasserau aus regiert. Anselm war vom Sturz der Helioceriden bis zu seiner Ernennung zum Vogt Kanzler von Emarania. Die Kinder und Erben Angharads, Jareck und Leoni von Emarania, beide noch nicht volljährig, werden zur Zeit am Herzogshof erzogen.

Lage, Landschaft, Wirtschaft

Die Baronie Emarania
Die Baronie Emarania liegt zwischen den südlichen Ufern des Emaransees und der Grenze zu Drachenhain, die durch den steilen Aufstieg zu den Hochlandbaronien gebildet wird. Bestimmend für das Bild der Baronie ist jedoch im Wesentlichen der Emaransee. Grüne Auen und wogendes Schilf umgeben den an seinen Ufern noch recht flachen, zur Seemitte hin jedoch tief abfallenden See, dessen Wasser klar und fischreich ist, weshalb der Fischfang eine große Rolle bei der Ernährung der Bevölkerung spielt. Die Mitte der Provinz ist geprägt von Ackerbau und Viehzucht. Ausgedehnte Felder, auf denen vorwiegend Hafer und Roggen angebaut werden, wechseln sich mit kleinen Pappelwäldern ab. Die einzelnen Felder werden von niederen Hecken und Mäuerchen begrenzt, die den Wind abhalten.


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Eine Zeichnung eines Schmalrüsselschweines
Im Westen sind weitläufige Wälder zu finden, die hauptsächlich aus Buchen und Eichen bestehen, in denen vereinzelt Rot- und Schwarzwild zu finden ist. Die Jagd auf dieses Wild war schon immer ein Vorrecht des Adels, wohingegen die zahlreichen Kaninchen zur Jagd durch die Bevölkerung freigegeben sind, um ihre Zahl in Grenzen zu halten. Die Eicheln liefern ein bewährtes Mastfutter für das emaranische Schmalrüsselschwein. Dieses hat ein überaus wohlschmeckendes , saftiges und zartes Fleisch. Die Haut wird in zahlreichen Gerbereien zu hochwertigem Buchleder gegerbt.


Auch Bucheckernöl gehört zu den Produkten dieser Region. Es wird in Ölmühlen entlang der großen Aue gepreßt. Dieses Öl, vermengt mit dem emaranischen Roggen und allerlei Gewürzen, ergibt ein köstliches Fladenbrot. Seit Angharad Elanor von Emarania die Erdäpfel erfolgreich in Emarania eingeführt hat feiert man in Emarania alljährlich das "Krommbierafescht", um dem Einzigen und Wahren Gott für diese Gabe zu danken.

Am See selbst lebt die Bevölkerung außer vom Fischfang auch von der Verwertung des am südlichen Ufer des Sees reichlich wachsenden Schilfgrases. Es wird verwendet, um Dächer zu decken und Körbe zu flechten.

Städte und Siedlungen

Wasserau

Da die schilfgedeckten Dächern jedoch eine erhebliche Brandgefahr darstellen, besonders in der Hauptstadt, Wasserau, unterhält die Stadt eine kleine, aber tüchtige Brandwehrtruppe. Aus diesem Grunde sind auch die auffälligen Glockentürme, das Wahrzeichen der Stadt, lebensnotwendig und werden durch den sogenannten Feuergroschen von der Bevölkerung unterhalten. Wasserau ist eine eher beschauliche Stadt. Die Bewohner tun nichts schnell, was auch langsam geht, aber sie sind bekannt für Zähigkeit und Ausdauer. Diese Eigenschaft ließ sie auch die unruhigen Zeiten der Vergangenheit einigermaßen unbeschadet überstehen. Der typische Satz eines Wasserauer Bürgers: Herrscher kommen und gehen, aber Wasserau und der See werden noch da sein, wenn sie längst alle ihr Grab gefunden haben. Die Stadt lebt von dem, was der See ihr gibt. Der Fischfang wird mit kleinen Booten betrieben, und so haben auch Bootsbauer und Netzknüpfer ihr Auskommen. Und in den Schilfgebieten an den Seeufern lebt eine nur hier heimische Art von Fröschen, deren zarte Schenkel eine beliebte, aber teuere Delikatesse sind. Aus diesem Grund wird der Frosch von den Einwohnern spöttisch, aber liebevoll "Dukatenfröschle" genannt. In Wasserau wurde nach der Vertreibung der Helioceriden mit dem Bau eines Domes begonnen.

Oberau

Die kleine Stadt Oberau ist besonders stolz auf ihren Hafen, der seit dem Jahre 24 n.A.III. weiter ausgebaut wird. Er soll auch für größere Schiffe Landungsmöglichkeiten bieten. Das Wahrzeichen der Stadt ist der Leuchtturm, dessen Feuer weit über den See zu sehen ist. Nicht, daß man am Emaransee einen Leuchtturm bräuchte - es ist selten nebelig und trübe, doch ist er heute der Stolz von Oberau, wenngleich keiner mehr so genau weiß, weshalb und von wem er gebaut wurde.

Bray und Niederau

Bray und Niederau sind kleine Marktflecken, die an den Markttagen zu regem Leben erwachen, aber anschließend wieder in den schläfrigen Alltagstrott zurückfallen.

Vorberg

Anders Vorberg in der Gemarkung Vorberg. Vorberg ist das Familienlehen des herzöglichen Vogtes, Anselm von Rabenstein, welches ihm aufgrund seiner Treue zum Hause Emarania verliehen wurde. Im Jahr 24 n.A.III. entsprang am Fuße der Berge an der Grenzstraße nach Drachenhain eine Quelle. Es scheint, daß das Wasser gewisse Heilkräfte besitzt, und inzwischen entstand dort eine ceridische Kapelle und ein Xurl-Heiligtum.

Seeburg

Seeburg ist ein Schloss auf einer kleinen Insel im Emaransee und ist Familiensitz derer von Emarania. Zu Helioceridischer Zeit wurde es zu einem Kloster umfunktioniert. Danach wurde es unter Angharad Elanor wieder zum Herrschersitz von Emarania und Teemoranien. Angharad Elanor verbrachte nach dem Ende Teemoraniens hier ihre Gefangenschaft bis zu ihrem Freispruch und residierte hier noch bis zu ihrem Tode. Alle Verwalter, abgesehen von Angharad, die nach dem Ende Teemoraniens Emarania lenkten, regierten allerdings von Wasserau aus. Das Schloss wartet seitdem auf die Rückkehr der Erben des Herrscherhauses. Die Seeburg - Insel war von frühester Zeit an besiedelt, die Grundmauern der heutigen Burg stammen noch von der ersten bekannten befestigten Anlage, deren Erbauer schon vor vielen hundert Jahren den strategischen Wert der Insel erkannt hatten. Auf den Grundmauern wurde immer wieder neu- oder umgebaut, so daß die Burg ein über die Jahrhunderte gewachsener Teil der Insel geworden ist. Die Insel ist durch einen Damm mit dem Festland verbunden, der es erlaubt, auch mit Pferd und Wagen auf die Insel zu fahren, was die Versorgung erheblich erleichtert.

Militär

Das Land ist seit dem Zusammenbruch Teemoraniens immer noch im Wiederaufbau begriffen. Nach der Zerschlagung des teemoranischen Heeres wurde inzwischen wieder eine kleine aber durchaus schlagkräftige Garde auf die Beine gestellt. Jedoch reicht das noch lange nicht aus, um wirklich überall nach dem rechten zu sehen. Hier sind die Provinzherren gefragt, für die Sicherheit zu sorgen.

Religion

In Emarania sind die meisten Bewohner ceridischen Glaubens. Ogeden werden von der weltlichen Macht toleriert und dürfen ihren Glauben offen praktizieren. Dies wird allerdings von einigen ceridischen Geistlichen nur ungern gesehen. Gerade hier, wo das Ceridentum lange durch Sektierertum gefährdet war, und wo sich die Baronieverwaltung seit dem Ende Teemoraniens durch eine schwache Ordnungsmacht auszeichnet, findet man in den Klöstern, die sich auch heute noch weitgehend selbst verteidigen müssen, viele strenggläubige Priester und Mönche mit wenig toleranten Ansichten. Die drei Klöster in Emarania sind Hornberg (Bannkreuzer, Abt Perlatin Clarus), Torfstein (Hilariusiten, Abt Critoban Cordelius) sowie die Priorei Auenfeld (Hilariusiten, Prior Martin von Vorberg).

Des Volkes Stimmung

Im Volk wünscht man sich nach ungefähr 25 Jahren Schicksalschlägen und rasantem Wechsel in der politischen Spitze, eine Zeit der Ruhe, wie auch eine starke Hand. Vogt Anselm macht seine Sache sicherlich nicht schlecht. Jedoch wäre ein Nachkomme aus dem Hause Emarania die bessere Wahl. Dass sich die wahren Erben unter der Fuchtel Regentin Wallumas von Ostarien befinden, sieht man mit Misstrauen. Schließlich hätte man die Nachkommen Angharads gerne im eigenen Land. Manche fühlten sich vom Herzogshaus während der zahlreichen Schicksalsschläge der Vergangenheit im Stich gelassen. Anhänger Teemons, die immer noch auf seine Rückkehr warten, gibt es nur noch wenige. Zur sehr hat man unter seiner Knute leiden müssen. Die wenigsten akzeptierten die Eingliederung durch Teemoranien. Dass Teemon auch der Vater der Erben Emaranias ist, wird geflissentlich ignoriert und totgeschwiegen. Es existiert zudem ein wohlgepflegtes Gerücht, dass Angharad einen Emaranischen Offizier als Liebhaber hatte...

jüngere Geschichte Emaranias

Im Jahre 9 n.A.III. kommt Winfried, Baron vom Emarania, bei einem Putsch der Helioceridischen Sekte ums Leben. Die Helioceriden, welche bis 24 n.A.III. die Macht in Emarania innehaben, glauben, dass der Eine nur eine Bezeichnung für Helios ist, der als einziger Gott verehrt wird, wogegen Poena, Saarka und Xurl nur als Heilige verehrt wurden. Die Helioceriden stützen Ihre Macht auf mehrere Wehrklöster und Schutzburgen. Im Jahre 24 gewinnt Angharad Elanor von Emarania, Tochter Winfrieds, Emarania zurück und vertreibt die Helioceriden. Die Bevölkerung muß dem Irrglauben abschwören. Die Wehrklöster, so auch die Priorei Auenfeld, werden daraufhin der wieder von den Ceridischen Orden übernommen, denen sie entrissen worden waren. Die Schutzburgen, so auch Burg Weissenfels werden von Angharad Elanor ihren neubelehnten Freiherren, die treuen alten Adelsfamilien entstammen, übergeben.

Kurz danach heiratet Baronin Angharad Elanor den machthungrigen Baron Teemon von Teemoranien gegen den Wiederstand des restlichen Ostarien. Emarania wird Provinz Teemoraniens. Im Helios 25 n.A.III erklärt Teemon, nach der Rückkehr aus einer einige Monate dauernden ödländischen Gefangenschaft, Teemooranien für unabhängig von Heligonia und ruft sich zum Kaiser aus. Ein königliches Heer schlägt gemeinsam mit Unterstützung aus Drachenhain und Ostarien das Teemoranische Heer. Teemon wird gefangengenommen und in Ankur hingerichtet, dann jedoch als Ödländischer Doppelgänger entlarvt. Der echte Teemon wird für tot erklärt. Emarania wird zunächst von Drachenhainischen Verwaltern regiert, solange Ostariens Kräfte noch im Ödlandkonflikt gebunden sind (25/26 n.A.III. Hagen von Aueneck; 26/27 n.A.III. Leomar von Drachenhain).

Im 1.Helios 27 n.A.III. wird Angharad Elanor von Emarania vom königlichen Gerichtshof zu Escandra ob ihrer möglichen Beteiligung am Hochverrat Teemons freigesprochen und erhält von Regentin Walluma erneut Emarania als Lehen. Im Poena 29 n.A.III. erklärt Baron Krator von Rebenhain Baronin Angharad Elanor von Emarania die Fehde, fällt in Emarania ein, tötet die Baronin und besetzt Wasserau und Schloss Seeburg. Dabei lässt er die Bischöfe von Ostarien und Drachenhain aus dem Dom zu Wasserau werfen und wird schließlich von anrückenden ostarischen Truppen gezwungen nach Rebenhain zurückzukehren. Im Xurl 30 n.A.III. werden die Kinder der Baronin aus ihrer Ehe mit Teemon zur ihrer Erziehung nach Ankur verbracht. Die vorläufige Verwaltung als Vogt von Emarania wird an Prinz Leomar von Drachenhain, Ziehbruder Angharads, übergeben, der die Baronie aus der Zeit des Teemooranienkonfliktes kennt.

Kurz danach wird Prinz Leomar, wegen des drohenden Konfliktes innerhalb Drachenhains von seinem Vogtamt in Emarania enthoben. Neuer Vogt wird Anselm von Rabenstein, ehemaliger Kanzler Baronin Angharads. Im Laufe des Jahres 31 n.A.III. eskaliert schließlich der Drachenhainkonflikt zum Bürgerkrieg. Ostarien schließt daraufhin die Grenzen für die drachenhainischen Aufständischen. In kürzester Zeit werden starke Truppenverbände an die ostarische Südgrenze auch nach Emarania verlegt, die nach der Einsetzung Leomars zum neuen Fürsten wieder abgezogen werden.