Baronie Beraht

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Baronie Beraht
Berathwappen.gif
Hauptstadt Fahlberg
Herrscher Ansgar von Beraht
Fläche 5.760 Meilen2
Einwohner 1.200
Lehen

Die Baronie Beraht liegt ganz im Süd-Osten des Fürstentums. Im Süden schließt unmittelbar die Grafschaft Darian an. Östlich des kleinen Brazach, welcher eine natürliche Grenze bildet, befindet sich die Baronie Tlamana des Kronlandes Ligonii.

Im Norden liegt die Baronie Langenau. Die natürliche Grenze bildet hier ein großer Wald, der Truestetter Forst. Im Westen schließt sich die Baronie Anthan an.

Geographie

Im Osten der Baronie ragt ein kleines Gebirge empor. Rau und kalt präsentieren sich die Berge. Wind- und sturmumtost zwingen sie die Wolken ihren Regen abzuwerfen. Der höchste Gipfel wird Donnerspitze genannt, weil sich dort oft heftige Gewitter entladen.

Zahlreiche Bäche speisen den Perel-See, welcher an der Nordseite zu Füßen der Berge liegt. Aus ihm entspringt der Fluss Wonga.

An der Südseite des Gebirges zieht sich der Fluss Eichquell entlang. Er vereinigt sich im Osten der Berge mir dem Wonga, um sich schließlich gemeinsam in den kleinen Brazach zu ergießen.

In der Baronie erheben sich zwei große Wälder. Der nördliche wird Hefterwald genannt. In ihm wohnten früher zahlreiche Hirsche und andere Wildtiere. Viele von ihnen fielen in der Vergangenheit den harten Wintern zum Opfer, andere wurden während des Mantidenkrieges von der hungrigen Bevölkerung gejagt. Der Bestand hat mittlerweile einen besorgniserregenden Tiefstand erreicht. Ansgar von Beraht hat auf anraten des Fürsten ein vorläufiges Jagdverbot auf Wildtiere erlassen.

In der Gegend um Fahlberg sowie nördlich des Hefterwaldes ist die Landschaft am fruchtbarsten. Hier ist in begrenztem Maße Ackerbau möglich. Das Getreide wächst aber leider sehr schlecht und oft ist der Boden so erschöpft, dass die Saat nicht aufgeht und der Acker brachliegt. Im Osten ist die Situation merklich schlechter. Das einzige, was hier wächst ist Unkraut, so dass lediglich in eingeschränktem Maße Viehzucht möglich ist.

Im Südosten, kurz vor der Grenze nach Darian befindet sich die Quelle des kleinen Brazach, welcher an der Ostgrenze nach Norden fließt. Kleine Fischerdörfer säumen seine Ufer.

Der Waldes im Süden der Baronie ist ein kleiner Ausläufer des großen Waldes, welcher fast den gesamten Südteil des Fürstentums durchzieht. Aufgrund des kargen Bodens in diesem Gebiet ist er kaum von Tieren bewohnt. Lediglich einige Rudel kleinerer Nagetiere sind anzutreffen.

Wirtschaft

In der Baronie ist lediglich in den westlichen Gebieten eingeschränkt Ackerbau möglich. So reicht die Ernte gerade aus, um die eigene Bevölkerung zu ernähren. Ein Überschuss kann aufgrund des kargen Bodens nicht erzielt werden.

Ebenso schlecht steht es um die Viehzucht. Das spärlich wachsende Gras kann nur wenig Vieh ernähren. So gilt es in vielen Familien als Festmahl, wenn an Festtagen Fleisch auf den Tisch kommt.

Lediglich die Fischzucht bildet das wirtschaftliche Standbein der Baronie. Die Fischbestände wurden durch den Mantidenkrieg glücklicherweise kaum beeinflusst. Die Fische werden Hauptsächlich in die Grafschaft Darian exportiert, da dort kaum Süßwasserfische zu erhalten sind. So hat sich die Stadt Bergfurt zum Handelszentrum der Baronie entwickelt. Aber sie ist auch Anziehungspunkt für allerlei Gauner und Gesindel. Die Bekämpfung des Schmuggels ist zur Hauptaufgabe der Stadtwache geworden.

Die Qualität der Bäume kann aufgrund des kargen Bodens nicht mit anderen Baronien mithalten. So beschränkt sich die Forstwirtschaft auf das schlagen von Brennholz.

Leider wurden in der Vergangenheit vom ehemaligen Baron Friedrich von Illmenau zahlreiche Handelsgesetzen und Hofordnungen erlassen. Hohe Steuern und Zölle belasteten die Geschäfte und den Handel. So musste die Bevölkerung den achten Teil der Ernte abgeben und dem Grundherrn Frondienste leisten. Die starken Wintern der vergangenen Jahre und der Mantidenkrieg taten ihr übriges.

Nach Beendigung des Mantidenkrieges hat sich die Situation langsam erholt. Seit dem Poëna-Monden des Jahres 31. n.A.III ist man auf Hilfslieferungen nicht weiter angewiesen. Ob sich in der neuen Baronie aber jemals großer wirtschaftlicher Erfolg einstellen wird bleibt zu bezweifeln.

Heer

Seit des Mantidenkrieges in Jahre 30 n.A.III befindet sich in der Baronie kein stehendes Heer. Lediglich in Fahlberg ist eine kleine Gruppe Gardisten stationiert, die unter dem direkten Befehl des Freiherrn stehen und in der Stadt für Ruhe und Ordnung sorgen.

Um die Sicherheit im Umland zu gewährleisten, führte der Schwager des Freiherrn, Ritter Haagen von Aueneck und die ihm unterstellten 20 Männer regelmäßige Patrouillen durch. Leider kam er am 18. Tag der 3. Helios unweit von Fahlberg ums Leben. Er wurde noch am selben Abend im Poëna-Garten von Fahlberg feierlich zur letzen Ruhe gebettet.

Die Aufgaben des verstorbenen Haagen von Aueneck werden derzeit von Gisbert von Raken, Korporal der Thaler Armee wahrgenommen.

Geschichte

Im Jahre 25 n.A.III wurde die Baronie (Alt-)Lormark in zwei eigenständige Baronien geteilt. Die im Norden liegende Baronie behielt den Namen Lormark, dem Südteil wurde fürderhin Niederlormark genannt. Zum erste Baron wurde Friedrich Bartolomäus Sigur von Illmenau ernannt, der zu jenem Zeitpunkt Freiherr von Ippstein war.

Das Land litt unter seiner exzentrischen Hofführung und den immensen Steuern, Frondiensten und Pachtabgaben. Diese Gier nach Gold und weltlicher Macht sollte letztendlich sein Untergang werden.

Im 3. Helios-Mond des Jahres 27 n.A.III stach Friedrich von Illmenau nebst seiner Schwester und seinem Herold mit dem Schiff „Irmgard-von-Ilmenau“ in See. Ziel der Reise sollte eine sagenhafte Insel sein, von der ihm der ostarische Kapitän Jens-Hendrik Nilsson berichtet hatte. Erwähnenswert sind die Pfeffer-Körner, die einen unnachahmlich scharfen Geschmack hätten, für Heilungszwecke zu benutzen und sogar gut für die Manneskraft seien.

Aber die Reise stand unter keinem guten Stern. Als man die vermeintliche Insel erreichte, ging man dort an Land. Doch es fand sich weder den erhofften Reichtum, noch der gepriesene Pfeffer. Dennoch ließ Friedrich von Illmenau die Flagge der Niederlormark auf dem Atoll (siehe dazu: Friedrich-Bartolomäus-Atoll) hissen und ging zufrieden wieder an Bord. Er wähnte sich als Herrscher einer Insel, die sagenhaften Reichtum barg.

Wieder in die Niederlormark zurückgekehrt wurde es still um den ansonsten sehr umtriebigen Baron der Niederlormark. Friedrich von Illmenau blieb allen gesellschaftlichen Ereignissen fern und geriete beinahe in Vergessenheit. Das letzte öffentliche Auftreten war der Besuch des heligonischen Adelstages im 1. Saarkamond im Jahre 27 n.A.III.

Mit der Zeit brachen die Handelsbeziehungen ab. Nachdem über drei Jahre keinerlei Nachricht aus der Niederlormark zu erhalten war erging in der ersten Poëna n.A.III 30 vom Thaler Fürstenhaus der Befehl, eine Hilfslieferung für den Norden der Niederlormark zusammen zu stellen. Mit der Durchführung wurde der Freiherr von Hochwalden, Ansgar von Beraht betraut.

Mit erreichen der Burg Ipptalblick fand man den grausigen Grund für die Misere. Fast die gesamte Bevölkerung war von sogenannten Mantiden dahingerafft worden. Diese Entdeckung markiert den Begin des Mantidenkrieges in der Niederlormark.

Von Fürst Bartha von Thal wurde konzentrierter Vormarsch zur Stadt Hirschenbach eingeleitet, an dem sich auch Baron Hektor von Eichenstein nebst Freiherr Cornelius von Langenau beteiligte. Gleichzeitig fand ein Einmarsch weiterer Thaler Truppen unter dem Kommando der Barone Beorric von Welzen und Sihran von Tolens aus Richtung Westen statt.

Die Befreiung von Truesstett und der Hauptstadt Hirschenbach war zwar erfolgreich, doch mussten zahlreiche Verluste verzeichnet werden. Beorric von Wulfenstein, Baron von Welzen und sein Neffe Sihran von Tolens, Baron von Tolens entkamen nur knapp einem sichern Tod, als sie in Hirschenbach in einen Hinterhalt gerieten.

Nachdem große Teile der Niederlormark befreit werden konnten, wurde sie in zwei Protektorate geteilt. Cornelius von Langenau, Freiherr von Niedereck wurde der Verweser der Nordprovinzen. Ansgar von Beraht, Freiherr von Hochwalden unterlag die Verwaltung der Südprovinzen.

Religion & Brauchtum

Der Glaube an die Viere ist in der Baronie fest verwurzelt. Doch vor allem in den ländlichen Gegenden bieten alte Legenden die Grundlage für einen ausgeprägten Aberglauben. In den kalten Tagen am Herdfeuer bleibt den Menschen meist nichts anderes übrig, als sich lange Geschichten zu erzählen, um den Hunger zu vertreiben. Wer kann es den Menschen verdenken, diesen Landstrich als verflucht anzusehen, wo Hagel die Ernten vernichtet, Wölfe heulen, Kälte, Nebel und Dunkelheit regieren.

Dennoch ist man in der Baronie dem Ceridentum völlig abgeneigt. Oft genug werden Wanderprediger aus dem Dorf geprügelt, wenn sie versuchen, die Lehre des Einen zu verkünden.

Besonderheiten

Vor allem der Glaube an die Existenz von Kobolden ist in den Gebieten der Baronie Beraht stark vertreten. So sagt eine alte Verhaltensregel:

Klopfe jedes mal wenn du eine Tür oder ein Fenster öffnest an den Holzrahmen, auf daß kein Geist oder Kobold durch die Öffnung in dein Haus schlüpfen kann.

Die Menschen erzählen sich, Kobolde verbreiten Pocken, indem sie Pestsamen streuen. Sie hausen in den Tiefen der Dunklen Wälder, vor allem in alten, verlassenen Ruinen. Manche der Kobolde helfen angeblich Saarka beim verbreiten von Frost und Hagel.

So mancher will schon mit eigenen Augen einen Kobold gesehen haben. Sie seien von kleiner Gestalt, kaum einen halben Meter hoch. Sie besitzen langgliedrige Finger, die an den kurzen Armen sehr unwirklich aussehen. Ein runder Bauch und ihre Kleidung lässt sie an kleine Zwerge erinnern. Doch haben sie nichts mit ihnen gemein.

Nachdem die letzte Mantide in der Niederlormark in den Saarka-Monden des Jahres 32 n.A.III zur Strecke gebracht werden konnte, wurden die beiden Marken zu Baronien umgewandelt.